In dieser Sitzung der Vorlesung "Grammatik in der Schule" werfen wir einen kritischen Blick auf das Zusammenspiel von offiziellen Vorgaben und der praktischen Umsetzung im Unterricht: Können wir Grammatik so vermitteln, dass sie für Schüler:innen greifbar und sogar spannend wird? Schwerpunkte sind: (1) Einblicke in die sächsischen Lehrpläne (Stand 2019) im Vergleich zu den KMK-Bildungsstandards von 2022, (2) Schwerpunkt "Sprache und Sprachgebrauch untersuchen" im Kompetenzmodell, (3) Bedeutung des Schreibens mit Stift und Papier trotz (oder gerade wegen) generativer KI für die kognitive Fokussierung und Schreibflüssigkeit, (4) Integration des "Verzeichnisses grundlegender grammatischer Fachausdrücke" des IDS und des "Digitalen Wörterbuchs der Deutschen Sprache" (DWDS) in den Unterricht als Ressource. Am Beispiel von Gottfried Kellers "Kleider machen Leute" (in einer kindgerechten Bearbeitung) zeigen wir, wie man induktiv, funktional und handlungsbezogen an grammatische Phänomene herangehen kann, um "grammatisches Können" zu fördern, Schreib- und Leseflüssigkeit zu trainieren und Grammatik als Werkzeug des Erzählens und Verstehens zu begreifen. Das Beispiel ist im Worksheet zur Vorlesung hinterlegt. Für die Aufzeichnung wurden die Bearbeitungsphasen in der Vorlesung nachträglich herausgeschnitten.
Präsentation (*.pdf): Alexander Lasch. 2026. Grammatik in der Schule. Zenodo. DOI: https://doi.org/10.5281/zenodo.19236685. Videoaufzeichnungen: https://youtube.com/@AlexanderLasch. Informationen & Material zu allen Vorlesungen: https://kurzelinks.de/fl7f. Worksheet zu den Vorlesungen: https://kurzlinks.de/WorksheetVorlesungen. Intro: "Reflections" von Scott Holmes (CC BY via FMA).
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