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    Bachmannpreis-Podcast 2026: Das Fazit – Lena Schätte gewinnt das Jubiläumsjahr doppelt

    28/06/2026 | 41 min
    Sie sprechen u. a. mit der zur beliebtesten Jurorin gewählten Brigitte Schwens-Harrant und ziehen ein Fazit der 50. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt.

    Es ist die letzte Folge des Bachmannpreis-Podcasts 2026 – danach wird dieser Podcast wieder zum Podcast des literaturcafe.de. Wolfgang Tischer und Bozena Badura sitzen bei sommerheißen 36 Grad im Garten des ORF, dem Ingeborg-Bachmann-Park, und blicken zurück auf den Wettbewerb im Zeichen des Doppeljubiläums: 50 Jahre Bachmannpreis und der 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann am 25. Juni.

    Die Preisträger 2026

    Bachmannpreis (30.000 €): Lena Schätte (DE) – »Was wir tragen«
    Kelag-Preis (15.000 €): Kinga Tóth (HU) – »OstblockMädl«
    Deutschlandfunk-Preis (12.500 €): Ozan Zakariya Keskinkılıç (DE) – »Vater ohne Sohn«
    3sat-Preis (7.500 €): Magdalena Schrefel (AT) – »Kirschen, Herz mit Verband«
    BKS-Publikumspreis (7.000 €): Lena Schätte (DE) – »Was wir tragen«

    Alle Details zu den Gewinnerinnen und Gewinnern finden Sie hier

    Themen der Folge

    Unmittelbar nach der Preisverleihung analysieren Wolfgang Tischer und Bozena Badura, warum Lena Schättes Text »Was wir tragen« – die schnörkellose Geschichte zweier übergewichtiger Mädchen, die in der Schule zusammenhalten – Jury und Publikum gleichermaßen überzeugte. Juror Thomas Strässle, der sie eingeladen hatte, sprach in seiner Laudatio von »existenzieller Wucht«. Mit dem Doppelsieg aus Bachmann- und Publikumspreis – samt dem an den Publikumspreis gekoppelten Festivalschreiber-Stipendium des Carinthischen Sommers – kommt Schätte immerhin auf ein Preisgeld von rund 40.000 Euro und wiederholt damit das Kunststück eines Doppelsieges der Vorjahressiegerin Natascha Gangl.

    Wolfgang Tischer und Bozena Badura ordnen außerdem ein, dass die Dotierungen im Jubiläumsjahr deutlich angehoben wurden, sodass sich die Reihenfolge der Preise leicht geändert hat: Der Bachmannpreis stieg von 25.000 auf 30.000 Euro, der Kelag-Preis von 10.000 auf 15.000 Euro – und überholt damit den Deutschlandfunk-Preis (12.500 Euro) als nunmehr zweithöchste Auszeichnung. Auffällig auch: Drei der vier ausgezeichneten Texte – die von Lena Schätte, Ozan Zakariya Keskinkılıç und Magdalena Schrefel – wurden alle am zweiten Lesetag gelesen.

    Gespräch mit Brigitte Schwens-Harrant über die Jury-Arbeit
    Brigitte Schwens-Harrant mit Brigitte Schwens-Harrant-Ultra (unbedingt klicken, um zu vergrößern!)

    Zu hören ist in dieser Folge auch ein Interview mit Brigitte Schwens-Harrant, Feuilletonchefin der Wochenzeitung »Die Furche« und seit 2020 in der Jury. In der Online-Abstimmung im literaturcafe.de wurde sie zur beliebtesten Bachmannpreis-Jurorin 2026 gewählt – nach 2022 und 2024 bereits zum dritten Mal. Auf den Plätzen folgten Laura de Weck und Vorjahressieger Thomas Strässle. Wie beliebt sie auch beim Publikum ist, zeigte sich sogar auf einem Fan-T-Shirt mit der Aufschrift »Brigitte Schwens-Harrant Ultra«. Die von ihr eingeladene Autorin Kinga Tóth gewann mit »OstblockMädl« den Kelag-Preis; in ihrer Laudatio nannte Schwens-Harrant den Text »frech, sehnsüchtig, poetisch«.

    Interview mit Ozan Zakariya Keskinkılıç

    Außerdem zu hören ist ein Gespräch mit Ozan Zakariya Keskinkılıç, der für »Vater ohne Sohn« den Deutschlandfunk-Preis erhielt. Im Interview geht es um den Text – und um seine markante Vortragsstimme, die schon bei der Lesung aufgefallen war.

    Hinter den Kulissen: Gespräch mit Regisseur Klaus Wachschütz

    Zum Abschluss spricht Wolfgang Tischer mit Klaus Wachschütz, dem langjährigen Regisseur und technischen Leiter des Wettbewerbs. Wachschütz erzählt von der Erleichterung, wenn die lange Live-Strecke ohne Pannen über die Bühne geht, von den »doppelten Böden«, die man einplanen muss, und von der technischen Spielwiese – etwa den vielen kleinen Kameras, die aus der Corona-Zeit geblieben sind und heute deutlich mehr Perspektiven zeigen.
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    Bachmannpreis-Podcast 2026: der 3. Lesetag mit Knut Cordsen

    27/06/2026 | 1 h 7 min
    Außerdem ist Favoritin Lena Schätte zu hören und Klaus Kastberger blickt zurück auf 13 Jahre in der Jury.

    Ein letztes Mal live vor Publikum am Lendhafen: Bozena Badura und Wolfgang Tischer besprechen mit ihrem Gast, dem Literaturkritiker Knut Cordsen, den dritten Lesetag der 50. Tage der deutschsprachigen Literatur. Am Samstag standen noch vier Texte auf dem Programm.

    Knut Cordsen ist Literaturkritiker beim Bayerischen Rundfunk und einer der Köpfe hinter ARD Literally, dem TikTok-Kanal der ARD für Literatur. Über diesen Kanal – und wie man auf TikTok ein junges, literaturinteressiertes Publikum erreicht – sprechen die drei zu Beginn der Folge.

    Besprochen werden die Lesungen vom 27. Juni 2026:

    Derya Uzun, D
    Christoph Szalay, A
    Wolfgang Popp, A
    Gesche Heumann, D

    Alle Texte stehen auf der Website des ORF zum Download und Nachlesen bereit.

    Autorin Lena Schätte gilt als eine der Favoritinnen für den Preis

    Zu Wort kommt außerdem die Favoritin des Wettbewerbs: Lena Schätte erzählt, wie sie die Tage nach ihrer Lesung erlebt – und was aus ihrem Text noch werden wird.

    Zweiter Vorwurf einer Vorabveröffentlichung

    Wie schon am Vortag gab es erneut einen Vorwurf, ein Wettbewerbstext sei vorab veröffentlicht worden. Bestätigen ließ sich auch das nicht, der Text bleibt im Wettbewerb. Eine Analyse zu beiden Vorwürfen gibt es im literaturcafe.de.

    Am Ende dieser Folge blicken die Drei auf die Gesamtleistung der Jury in diesem Jahr und sie geben ihre Prognose ab, wer die Jury-Preise und den Publikumspreis gewinnen wird.

    Klaus Kastberger über 13 Jahre Bachmann-Jury
    Wolfgang Tischer (links) im Gespräch mit Bachmann-Juror Klaus Kastberger

    Im Anschluss an die Live-Aufnahme ist zudem ein Interview mit Klaus Kastberger zu hören, der nach dreizehn Jahren – drei davon zuletzt als Juryvorsitzender – aus der Bachmann-Jury ausscheidet. Im Gespräch blickt er auf die Entwicklung der Jury zurück, auf den Trend zu autobiografischen »Ich-Texten« und auf seine Beweggründe für den Abschied.

    Vielen Dank an das großartige Publikum am Lendhafen und den Verein Lendhauer, der auch in diesem Jahr die Live-Aufnahme auf der Bühne ermöglicht hat.
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    Bachmannpreis-Podcast 2026: Blick auf den 2. Lesetag mit Daniela Strigl

    26/06/2026 | 1 h 2 min
    Wieder live vor Publikum am Lendhafen: Bozena Badura und Wolfgang Tischer besprechen mit der Literaturwissenschaftlerin und Literaturkritikerin Daniela Strigl, den zweiten Lesetag der 50. Tage der deutschsprachigen Literatur. Fünf weitere Texte wurden gelesen und von der Jury diskutiert. Am Samstag werden dann die letzten vier folgen.

    Daniela Strigl lehrt an der Universität Wien und war von 2003 bis 2008 sowie von 2011 bis 2014 selbst Mitglied der Bachmann-Jury. 2014 wurde sie zudem zur ersten Preisträgerin der Abstimmung zur beliebtesten Bachmann-Jurorin gewählt.

    Vor und zwischen der Besprechung des Lesetages gibt sie Einblicke in die Arbeit der Jury: Wie hat sich die Diskussionen über die Jahre verändert? Wie kommt die Jury-Mitglieder zu den Texten und Lesenden, die sie einladen? Und welche generellen Trends sind in der aktuellen Literatur auszumachen?

    Besprochen werden die Lesungen vom 26. Juni 2026:

    Lena Schätte, D
    Ozan Zakariya Keskinkılıç, D
    Seraina Kobler, CH
    Magdalena Schrefel, A
    Caroline Rosales, D

    Alle Texte stehen auf der Website des ORF zum Download und Nachlesen bereit.

    Text von Slata Roschal bleibt im Wettbewerb

    Zu Beginn des zweiten Lesetages trat aber zunächst der Justitiar Magister Andreas Sourij auf die Bühne. Eine Stimmung, als ob der Schulleiter das Klassenzimmer betritt. Offenbar gab es das Gerücht, dass Teile des Textes von Autorin Slata Roschal, die gestern gelesen hat, bereits auf der Website ihres Verlages zu lesen waren. Ein Text darf, so regeln es die Statuten, vorab nicht veröffentlicht sein. Laut Sourij wurden dafür jedoch keine Belege gefunden, sodass der Text (»in dubio pro reo«) im Wettbewerb verbleibt.

    Außerdem rumorte es etwas in der Jury und einige Mitglieder griffen sich persönlich an. Teil der Show? Auch darüber wird im Podcast gesprochen.

    Vielen Dank an das großartige Publikum am Lendhafen und den Verein Lendhauer, der auch in diesem Jahr die Live-Aufnahme auf der Bühne ermöglicht hat.
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    Bachmannpreis-Podcast 2026: Verweigerung am ersten Lesetag und ein Gespräch mit Helga Schubert

    25/06/2026 | 1 h 26 min
    Live vor Publikum am Lendhafen: Bozena Badura und Wolfgang Tischer besprechen mit ihrem Gast, der Literaturagentin Astrid Poppenhusen, den ersten Lesetag der 50. Tage der deutschsprachigen Literatur. Fünf Texte wurden gelesen, fünf Texte wurden von der Jury diskutiert – und ein kleiner Eklat sorgte für Gesprächsstoff.

    Vor der Besprechung des ersten Lesetages gibt Astrid Poppenhusen Einblicke in den Beruf der Literaturagentin: Wie kommt ein Text zum Verlag, warum lohnt sich eine Agentur und worauf sollten Autorinnen und Autoren bei Verträgen achten? Außerdem berichtet sie vom neu gestarteten Klagenfurter Literaturkurs 2.0.

    Besprochen werden die Lesungen vom 25. Juni 2026:

    Fiona Sironic, D/A
    Kurt Prödel, D
    Jovana Reisinger, D
    Kinga Tóth, H
    Slata Roschal, D

    Alle Texte stehen auf der Website des ORF zum Download und Nachlesen bereit.

    Warum verließ Slata Roschal nach ihrer Lesung das Studio – und wie reagierte die Jury? Welcher Text nimmt nach Einschätzung der Runde aller Voraussicht nach einen Preis mit nach Hause? Zu hören sind in der Folge außerdem zwei Original-Töne: Kinga Tóth direkt nach ihrer Lesung und Jurymitglied Mithu Sanyal, die den Studio-Eklat überraschend gut findet. All das und noch viel mehr wird im Podcast besprochen.

    Am Ende der Folge gibt es exklusiv im Podcast ein Gespräch mit Helga Schubert, die am Vortag die Klagenfurter Rede zur Literatur gehalten hat. Sie war von 1987 bis 1990 selbst Jurorin und gewann 2020 mit 80 Jahren den Bachmannpreis. Im Gespräch erzählt sie, wie sich die Jury-Arbeit seither verändert hat und wie aus persönlicher Erfahrung Literatur wird.

    Vielen Dank an das großartige Publikum am Lendhafen und den Verein Lendhauer, der auch in diesem Jahr die Live-Aufnahme auf der Bühne ermöglicht hat.
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    Bachmannpreis-Podcast 2026: Komprimierung des Eröffnungsabends

    24/06/2026 | 15 min
    Bachmannpreis-Podcast 2026: Komprimierung des Eröffnungsabends
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