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Einmischen! Politik Podcast

Jenny
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  • Einmischen! Politik Podcast

    Vergessene Soldatinnen und Blackbox Bundeswehr

    28/09/2026 | 2 h 36 min
    Woop! Woop! Zuerst spreche ich mit der Historikerin Karen Hagemann, James G. Kenan Distinguished Professor an der University of North Carolina at Chapel Hill, über ihr monumentales Werk „Vergessene Soldatinnen. Frauen im Militär und in den Kriegen Europas seit 1600" (Suhrkamp, 2026). Kriege werden meist von Männern angezettelt — aber ohne Frauen können sie nicht geführt werden. Das war schon immer so. Trosserinnen, Krankenpflegerinnen, Flakhelferinnen, Kämpferinnen — Frauen waren über Jahrhunderte aktiv am Kriegsgeschehen beteiligt, und doch erinnert sie kaum jemand. Hagemann schließt mit diesem Opus Magnum eine riesige Gedächtnislücke: Anhand unzähliger Selbst- und Fremdzeugnisse macht sie die weiblichen Kriegserfahrungen lebendig — und fragt, warum es über alle Länder- und Systemgrenzen hinweg nie gelungen ist, ihre aktive Rolle angemessen zu erinnern. Ein Standardwerk.

    Dann kommt Achim Wohlgethan, Ex-Fallschirmjäger, Afghanistan-Veteran und Insider des Deutschen Bundeswehrverbandes, mit seinem Buch „Blackbox Bundeswehr. Die 100-Milliarden-Illusion — Was unsere Truppe jetzt wirklich braucht" (Econ, 2023). Die Zeitenwende ist ausgerufen — aber in der Truppe angekommen ist sie nicht. Wohlgethan kennt die Sorgen der Soldatinnen und Soldaten aus erster Hand: kaputte Ausrüstung, dysfunktionale Beschaffung, Versagen bei der Nachwuchsgewinnung, katastrophaler Umgang mit Veteranen. 100 Milliarden sind ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn das System dahinter nicht funktioniert. Ein schonungsloser Insiderbericht — und eine konstruktive To-do-Liste für die Politik.

    Zwei Bücher, ein roter Faden: Was schuldet eine Gesellschaft denen, die für sie kämpfen — gestern und heute?

    Enjoy!^^
  • Einmischen! Politik Podcast

    Mutti komma ans Fenster und es braucht nicht viel

    21/09/2026 | 2 h 22 min
    Woop! Woop! Zuerst spreche ich heute gemeinsam mit Helena Steinhaus und Claudia Cornelsen über ihr Buch „Es braucht nicht viel. Wie wir unseren Sozialstaat demokratisch, fair & armutsfest machen" (S. Fischer, 2023). Die beiden Vorständinnen des Vereins Sanktionsfrei rechnen ab — mit Hartz IV, mit dem Bürgergeld, das kaum besser ist, und mit den populistischen Erzählungen über Armut, die fern jeder Evidenz liegen. Jedes fünfte Kind wächst in Armut auf. Jede dritte Alleinerziehende ist auf Transferleistungen angewiesen. Millionen Aufstocker brauchen trotz Vollzeitjob staatliche Hilfe. Steinhaus und Cornelsen zeigen: Das ist kein Naturgesetz. Es wäre gar nicht so schwer, das zu ändern — wenn man nur wollte.

    Dann spreche ich mit Ulrich Schneider über sein neues Buch „Mutti, komma ans Fenster! Eine Arbeiterkindheit im Ruhrgebiet" (Westend, 2026). Schneider, 25 Jahre lang Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und bekanntester Soziallobbyist Deutschlands, erzählt diesmal keine Statistiken — sondern seine eigene Geschichte. Aufgewachsen in Oberhausen, Sohn eines Mannesmann-Maschinisten, der Schlamm schaufelte und erschöpft mit 61 Jahren starb. Ein Buch über Mütter, die alles zusammenhielten, über Väter, die früh verschlissen wurden, über Stolz, Solidarität und gebrochene Aufstiegsversprechen. Und über die Frage, was es mit einem Land macht, wenn es seine Arbeiterklasse vergisst.

    Drei Gäste, ein roter Faden: Wer zahlt in diesem Land den Preis — und wer schaut weg?

    Enjoy!^^
  • Einmischen! Politik Podcast

    Glanz und Elend der Konservativen und Spaltlinien

    15/09/2026 | 2 h 48 min
    Woop! Woop! Heute spreche ich zuerst mit dem Publizisten und früheren Zeit-Chefredakteur Roger de Weck über sein Buch „Glanz und Elend der Konservativen" (Suhrkamp, 2025). De Wecks Provokation: Nicht die Linke, sondern die Konservativen könnten den Rechtspopulismus am wirksamsten bekämpfen — wenn sie sich nur neu erfinden würden. Stattdessen kippen sie nach rechts, verlieren ihr Profil und räumen der AfD das Feld. De Weck, der als Gastprofessor am College of Europe in Brügge lehrt und das Archiv des EU-Gründers Jean Monnet betreut, skizziert, was ein glaubwürdiger Konservatismus heute bedeuten könnte — und warum genau das so selten gelingt.

    Dann kommt der Politikwissenschaftler Philip Manow, Professor an der Universität Siegen und einer der schärfsten Analytiker der europäischen Demokratiekrise, mit seinem neuen Buch „Spaltungslinien. Europas Parteiensysteme und die Dekonsolidierung des Nationalstaats" (C.H. Beck, 2026). Manow zeigt, dass unsere alten Ordnungsbegriffe — links, rechts, Mitte — längst nicht mehr tragen: Heute steht ein linkes Bürgertum gegen eine rechte Arbeiterschaft, und populistische Parteien werden kulturell rechter, aber verteilungspolitisch linker. Die eigentliche Ursache dieser Verschiebung: die Infragestellung des Nationalstaats als politische Gestaltungsebene. Ein Essay, der zwingt, neu zu denken.

    Zwei Bücher, ein roter Faden: Die alten Lager lösen sich auf — wer baut die neuen?

    Enjoy!^^
  • Einmischen! Politik Podcast

    Die Wiederkehr und Unverdiente Ungleichheit

    08/09/2026 | 2 h 44 min
    Woop! Woop! Nach dem "Schock" von Sachsen-Anhalt spreche ich heute zuerst mit dem FAZ-Journalisten und Autor Patrick Bahners über sein Buch „Die Wiederkehr. Die AfD und der neue deutsche Nationalismus" (Klett-Cotta, 2023). Zehn Jahre AfD — aber das Problem ist größer als eine Partei. Bahners zeigt scharfsinnig und historisch argumentierend, dass die Neue Rechte einen festen Platz in unseren politischen Institutionen behaupten wird. Kein vorübergehender Protest, kein Betriebsunfall der Demokratie — sondern ein neuer Nationalismus, der sich längst in allen Parteien eingenistet hat. Bahners wechselt dabei zwischen dichter Beschreibung und kalter Analyse — er dreht und wendet den rechten Weltbild-Stoff so lange, bis der toxische Kern offen zutage liegt. Ein Buch, das fordert. Und das genau deshalb notwendig ist.

    Dann spreche ich mit der Politikwissenschaftlerin Martyna Linartas über „Unverdiente Ungleichheit. Wie der Weg aus der Erbengesellschaft gelingen kann" (Rowohlt, 2025) — auf der Shortlist für „Das politische Buch" 2026. In kaum einem anderen westlichen Land ist Vermögen so ungleich verteilt wie in Deutschland — und die Schere geht immer weiter auf. Jeder Sechste lebt in Armut, während Superreiche ihr Vermögen von Generation zu Generation weitervererben. Linartas seziert das politische Tabuthema unserer Zeit: Dass wir die Reichen nicht besteuern, gefährdet unseren Wohlstand, unsere Umwelt und unsere Demokratie. Für ihr Buch hat sie exklusiv mit der Wirtschaftselite gesprochen — und die Antworten sind überraschender, als man denkt.

    Zwei Bücher, ein roter Faden: Warum ist es so schwer, dieses Land gerechter zu machen — und wer hat ein Interesse daran, dass alles bleibt, wie es ist?

    Enjoy!^^
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    Ferne Heimat und das knappe Gut Arbeit

    31/08/2026 | 2 h 34 min
    Woop! Woop! Zuerst spreche ich heute mit dem Soziologen Florian Butollo über sein Buch „Das knappe Gut Arbeit. Automatisierung, Arbeitskräftemangel und sozialer Konflikt" (Suhrkamp, 2026). Das Paradox der Stunde: Überall wird vor KI-bedingtem Jobverlust gewarnt — und gleichzeitig reißen die Klagen über Fachkräftemangel nicht ab, Pflegestationen kollabieren, Stellen blei-ben unbesetzt. Butollo, Professor für Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt und ehemaliger Sachverständiger der Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz" des Bundes-tags, löst diesen Widerspruch auf: Automatisierung schafft nicht weniger, sondern mehr Arbeit — und damit eine neue Konfliktlinie. Die Frage ist nicht mehr, ob wir genug Arbeit haben. Die Frage ist: Wofür wollen wir angesichts sozialer und ökologischer Krisen unsere Arbeitskraft noch einsetzen — und wer entscheidet das?

    Dann spricht der Jurist und Völkerrechtler Michael Riepl über sein Debüt „Ferne Heimat Altmontal. Das Leben meiner Großmutter zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus" (C.H. Beck, 2026). Altmontal — ein deutsches Dorf in der Schwarzmeerebene, heute mitten an der Front des Ukraine-Krieges. Hier wurde Hedwig Krämer 1919 geboren, erlebte Hungersnöte, Verfolgung und Krieg — und entkam 1942 nach Bayern. Mit 75 Jahren begann sie, ihre Geschichte aufzuschreiben. Niemand hatte je danach gefragt. Riepl hat ihre Aufzeichnungen mit eigenen Recherchen vor Ort verwoben — Reisen in die Ukraine zwischen 2018 und 2025 — und daraus ein Buch gemacht, das sich liest wie ein Roman, aber eine wahre Geschichte ist: über Familie, Heimat, Verlust und einen unfassbaren Lebensmut.

    Zwei Bücher, ein roter Faden: Was bleibt von einer Welt, die wir kannten — und wer trägt die Last des Wandels?

    Enjoy!^^
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Acerca de Einmischen! Politik Podcast
In der aktuellen Polykrise, ist es wichtig den politischen Prozess zu verfolgen und zu beeinflussen, wie immer man kann. Die Frage ist wohin steuert Deutschland jetzt? Was treibt die CDU eigentlich? Wie gehen Medien mit Regierung und deren Kritik um? Wie umgehen mit der AfD? Wird das Parlament demnächst durch die Abgeordneten in einer Minderheitsregierung stärker? Alles fragen mit denen sich dieser Podcast beschäftigt!
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