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    Update: Könnten wirklich 80 Prozent der Syrer zurückgeschickt werden?

    31/03/2026 | 9 min
    Noch im Oktober hatte Außenminister Johann Wadephul bei einem Besuch in
    Syrien gesagt: "Hier können wirklich kaum Menschen richtig würdig
    leben." Es sähe schlimmer aus als Deutschland nach dem Zweiten
    Weltkrieg, kurzfristig könne hierhin niemand zurückkehren. Bundeskanzler
    Friedrich Merz (CDU) will aber nun, dass 80 Prozent der mehr als 900.000
    syrischen Geflüchteten in Deutschland in ihr Heimatland zurückkehren.
    Bei einem Treffen mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed
    al-Scharaa am Montag begründete er das mit einer veränderten Lage nach
    dem Ende des Bürgerkriegs und kündigte eine gemeinsame Taskforce sowie
    eine Delegationsreise nach Syrien an. Merz' Vorstoß hat eine breite
    Debatte ausgelöst, auch innerhalb der CDU. Es stellen sich grundlegende
    Fragen: Ist eine Rückkehr in diesem Ausmaß überhaupt realistisch? Und
    wäre sie rechtlich durchsetzbar? Merz hat am Tag nach der
    Pressekonferenz darauf hingewiesen, dass die "Zahl von 80 Prozent
    Rückkehrern" durch al-Scharaa selbst genannt worden sei. Christoph
    Heinemann, Redakteur im Politikressort der ZEIT, analysiert Merz'
    Vorschlag im Podcast. 

    Außenminister Wadephul (CDU) und weitere EU-Spitzenpolitiker sind zum
    vierten Jahrestag der Befreiung von Butscha in die Ukraine gereist. An
    einer Gedenkzeremonie für die Opfer nahm auch die EU-Außenbeauftragte
    Kaja Kallas teil. Vor Ort erinnerte Wadephul an die Gräueltaten in
    Butscha und forderte, russische Kriegsverbrechen konsequent
    aufzuarbeiten. Zugleich sicherte er der Ukraine weitere Unterstützung
    zu. Die Kleinstadt Butscha war in den ersten Kriegstagen im Februar 2022
    von russischen Truppen besetzt worden. Nach der Befreiung durch
    ukrainische Streitkräfte Ende März wurden in den Straßen getötete
    Zivilisten gefunden – teils mit Folterspuren und gefesselten Händen.
    Ukrainischen Angaben zufolge wurden in Butscha mehr als 400 tote
    Zivilisten registriert. Mariam Lau, Redakteurin im Politikressort der
    ZEIT, hat Wadephul auf der Reise begleitet. Im Podcast erklärt sie, was
    hinter dem Besuch steckt und welche Signale Wadephul sendet.

    Außerdem im Update:

    Spanien hat seinen Luftraum für US-Militärflugzeuge im Irankrieg
    gesperrt und untersagt die Nutzung gemeinsamer Stützpunkte.
    US-Außenminister Marco Rubio kritisiert das scharf.

    Und sonst so? Schafe mähen wieder in Sanssouci

    Moderation und Produktion: Azadê Peşmen

    Redaktion: Hannah Grünewald, Fabian Scheler

    Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Marco Fründt

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]

    Weitere Links zur Folge:

    Syrien: Merz strebt Rückkehr von 80 Prozent aller syrischen Geflüchteten
    an

    Migration: Johann Wadephul schließt sich Merz' Aussage zu Rückkehr von
    Syrern an

    Butscha-Jahrestag: Johann Wadephul erinnert in Kyjiw an russische
    Kriegsverbrechen

    Ukraine: Die Gräuel von Butscha

    Irankrieg: Nato darf laut Marco Rubio "keine Einbahnstraße sein"

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  • Was jetzt?

    Trumps Irankurs: Wenden sich Republikaner von ihm ab?

    31/03/2026 | 13 min
    Mit Luftangriffen auf den Iran haben die USA und Israel Ende Februar
    eine neue Eskalationsstufe erreicht. Dabei hatte US-Präsident Donald
    Trump seine zweite Amtszeit mit dem Versprechen begonnen, ein
    "Friedenspräsident" sein zu wollen. Inzwischen wächst in den USA die
    Kritik am Einsatz. Meinungsumfragen zeigen, dass selbst Teile der
    Maga-Bewegung dem Irankrieg skeptisch gegenüberstehen. Auch in Teilen
    der republikanischen Partei herrscht Unverständnis. Viele Abgeordnete
    stehen unter Druck, im eigenen Wahlkreis die Entscheidungen des
    Präsidenten erklären zu müssen. Nun will die republikanische Senatorin
    Lisa Murkowski eine erneute Abstimmung über den Irankrieg im Kongress
    erzwingen. Wie aussichtsreich ist dieser Vorstoß? Juliane Schäuble,
    US-Korrespondentin der ZEIT, erklärt im Podcast, wie groß die Skepsis
    gegenüber dem Irankrieg bei den Republikanern ist und ob eine
    US-Bodenoffensive sie in offene Kritik umschlagen ließe.

    Nach der Ermordung des ukrainischen Juristen und Ex-Politikers Andrij
    Portnow in Madrid vergangenes Jahr gibt es erstmals eine konkrete Spur:
    In Nordrhein-Westfalen ist ein mutmaßlicher Täter festgenommen worden.
    Spanische Ermittler reisten dafür in Zusammenarbeit mit einer
    Spezialeinheit der Polizei NRW in den Landkreis. Die Spur führt zu dem
    Ukrainer Alexander A., der in Heinsberg offenbar ein unauffälliges Leben
    führte und im Verdacht steht, Teil eines Killerkommandos gewesen zu
    sein. Portnow selbst galt als prorussisch und war eng mit dem
    ukrainischen Ex-Präsidenten Viktor Janukowitsch verbunden. Nach dem
    russischen Einmarsch 2022 verließ er das Land. Warum also wurde er zum
    Ziel? Christian Fuchs, Redakteur im Investigativressort der ZEIT, ordnet
    im Podcast ein, wer Alexander A. ist und was hinter dem Mord an Portnow
    steckt. 

     

    Und sonst so? In Deutschland wird wieder abgepflastert

     

    Moderation und Produktion: Erica Zingher

    Redaktion: Hannah Grünewald

    Mitarbeit: Susanne Hehr, Konstantin Hadži-Vuković, Marco Fründt

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]

    Weitere Links zur Folge:

    Liveblog: Irankrieg

    USA und Iran: Donald Trump hält "Regimewechsel" im Iran bereits für
    erreicht

    US-Militär: Was eine Bodenoffensive im Iran bedeuten würde

    Andrij Portnow: Mann nach Tötung von ukrainischem Politiker in NRW
    festgenommen

    Andrij Portnow: Ehemaliger ukrainischer Präsidentenberater in Spanien
    erschossen

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  • Was jetzt?

    Update: 66 Ideen für stabilere Krankenkassenbeiträge

    30/03/2026 | 10 min
    Die Expertenkommission zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat
    ein Paket mit 66 Empfehlungen vorgelegt, um die Finanzlage der
    Krankenkassen zu verbessern. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken
    (CDU) kündigte am Montagnachmittag eine Prüfung der Empfehlungen an. Die
    GKV-Kommission empfiehlt unter anderem ein Ende der kostenlosen
    Mitversicherung von Ehepartnern und eine höhere Besteuerung von Tabak,
    süßen Getränken und Spirituosen. Durch die Maßnahmen könnten nach ihren
    Schätzungen 42,3 Milliarden Euro eingespart werden – damit sollen die
    Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung kurzfristig ab dem Jahr
    2027 stabilisiert werden. ZEIT-Wirtschaftsredakteurin Carla Neuhaus hat
    die Vorschläge unter die Lupe genommen.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat angekündigt, dass Deutschland den
    Wiederaufbau der syrischen Wirtschaft mit 200 Millionen Euro
    unterstützen werde – und gleichzeitig großangelegte Rückführungen von
    Syrerinnen und Syrern gefordert. Merz hatte am Montag den syrischen
    Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin empfangen. Der ehemalige
    HTS-Milizführer al-Scharaa führte 2024 den Sturz der Assad-Diktatur an.
    Er gibt sich als syrischer Übergangspräsident moderat, steht allerdings
    unter anderem wegen seines Umgangs mit Minderheiten in der Kritik. Als
    Reaktion auf Al-Scharaas Besuch waren in Berlin mehrere Demonstrationen
    angekündigt worden.

    Außerdem im Update:

    Das israelische Parlament will am Montag abschließend über die
    Wiedereinführung der Todesstrafe entscheiden. Die Billigung ist
    wahrscheinlich, Deutschland und drei weitere europäische Staaten haben
    deutliche Kritik daran geäußert. ZEIT-Politikredakteurin Anastasia
    Tikhomirova hat dazu recherchiert.

    Und sonst so? Wie will die UN Wildtiere besser schützen,
    ZEIT-Wissen-Chefreporterin Dagny Lüdemann?

     

    Moderation und Produktion: Moses Fendel

    Redaktion: Hannah Grünewald

    Mitarbeit: Marco Fründt und Mira Schrems

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].

     

    Weitere Links zur Folge:

    GKV-Kommission: Reform-Vorschläge

    Krankenkasse: Kommission empfiehlt Ende der Gratis-Mitversicherung von
    Ehepartnern

    Staatsbesuch in Berlin: Das Richtige tun, aus den falschen Gründen

    Ahmed al-Scharaa: Kein ganz normaler Staatsbesuch

    Syrien: Frank-Walter Steinmeier empfängt Syriens Übergangspräsident
    Al-Scharaa

    Israel: Außenminister warnen Israel vor Wiedereinführung der
    Todesstrafe. Und: Die Menschenrechtsanwältin Sari Bashi hält das Gesetz
    für rassistisch. 

    Terrorismus: Israel will Terroristen vom 7. Oktober vor Militärtribunal
    stellen

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  • Was jetzt?

    Al-Scharaa in Berlin: Kein ganz normaler Staatsbesuch

    30/03/2026 | 12 min
    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) empfängt am Montag den syrischen
    Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa zum ersten Mal in Berlin. Der
    Besuch ist umstritten. Für Montag sind in Berlin mehrere Demonstrationen
    angekündigt, Teile des Berliner Regierungsviertels werden abgeriegelt.
    Al-Scharaa gibt sich moderat, steht aber unter anderem wegen seines
    Umgangs mit Minderheiten in Syrien in der Kritik. Was sich die deutsche
    Regierung von seinem Besuch verspricht, erklärt die ZEIT-Autorin
    Anna-Theresa Bachmann im Podcast.

    Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) reist in wenigen Wochen zum
    zweiten Mal in die kanadische Provinz Alberta, um Lösungen für die
    deutsche Bildungskrise zu finden. Sie treibt die Frage um, wie die
    Kanadier es schaffen, aus riesigen Datenmengen über das Leben und Lernen
    ihrer Schülerinnen und Schüler Erkenntnisse zu generieren, die im
    Idealfall jedem einzelnen Kind zugutekommen. Könnte Deutschland mit
    "datengestützter Schulentwicklung" aus der Bildungsmisere kommen? Zum
    Schulsystem in Alberta hat die ZEIT-Wissensredakteurin Jeannette Otto
    recherchiert.

    Und sonst so? Markus Söder besucht die NASA.

    Moderation und Produktion: Jannis Carmesin

    Mitarbeit: Lisa Pausch und Mira Schrems

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    Weitere Links zur Folge:

    Ahmed al-Scharaa: Linke kritisiert Besuch von syrischem
    Übergangspräsidenten in Berlin.

    Geplante Gespräche in Deutschland: Merz will mit Al-Scharaa über
    mögliche Rückkehr von Syrern sprechen.

    Syrien: Syrien unter Al-Scharaa

    Schulsystem in Alberta: Den Schul-Code knacken

    Karin Prien: "Andere Länder schaffen das auch und haben nicht mehr
    Ressourcen."

    Soziale Herkunft und Bildung: "Schon bei Dreijährigen finden wir klare
    Unterschiede im Wortschatz."

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  • Was jetzt?

    Warum der Iran jetzt Kurden im Irak angreift

    29/03/2026 | 12 min
    Der Krieg im Nahen Osten eskaliert zunehmend. Nach vier Wochen des
    Bombardements durch die USA und Israel feuert der Iran weiterhin auf
    Ziele in Israel, US-Militärbasen und verbündete Golfstaaten. Während
    sich Israel und die Hisbollah im Libanon anhaltende Gefechte liefern,
    greifen nun auch die Huthi-Rebellen aus dem Jemen mit Raketenangriffen
    auf Israel erstmals aktiv in den Konflikt ein. Gleichzeitig eröffnet
    sich im Irak eine neue Front. Dort feuerte der Iran vergangene Woche
    ballistische Raketen auf einen Stützpunkt der kurdischen Peschmerga ab,
    wobei sechs Kämpfer getötet und zahlreiche weitere verletzt wurden.
    Warum attackiert das iranische Regime jetzt kurdische Kräfte im
    Nachbarland? Welche Rolle spielen die USA bei dieser Entwicklung und wie
    verhält sich die irakische Regierung in Bagdad? ZEIT-Reporter Christian
    Vooren war im kurdischen Autonomiegebiet im Irak an der Grenze zu Iran
    und beantwortet diese Fragen im Podcast.

    Immer mehr Menschen in Deutschland leiden an Demenz. Da wirksame
    Medikamente bislang fehlen, rückt die Vorbeugung in den Fokus. Laut
    Studien ließe sich fast jede zweite Erkrankung durch gezielte Prävention
    verhindern oder verzögern. Die Wissenschaftsakademien Leopoldina,
    Acatech und die Akademienunion fordern deshalb nun einen strategischen
    Kurswechsel hin zu einer datengetriebenen Demenzprävention.
    Gesundheitsredakteur Ingo Arzt erklärt im Podcast, was datengetriebene
    Prävention in der Praxis bedeutet und an wen sich das neue Konzept genau
    richtet. 

    Und sonst so? Spring forward and fall back.

     

    Moderation und Produktion: Lisa Caspari

    Mitarbeit: Christina Felschen und Maximilian Renzikowski

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].

     

    Weitere Links zur Folge:

    Nato-Mission: Polen und Nato ziehen Truppen aus dem Irak ab

    Raketenangriff auf Israel: Huthis greifen erstmals in Irankrieg ein

    Völkerrecht: Gutachten des Bundestags hält Irankrieg für
    völkerrechtswidrig

    Koffein und Demenzrisiko: Und wie viele Tassen Kaffee helfen jetzt gegen
    Demenz?

    Prävention von Demenz: So viel Einfluss haben wir auf unsere
    Hirngesundheit

    Hirngesundheit: "Wer ab 40 Wert auf gesunden Lebensstil legt, kann viel
    erreichen"

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Generated: 3/31/2026 - 3:36:18 PM