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Spezial »Der Wahlkreis«: Ist das Establishment am Ende – oder kommt da noch was?
24/10/2026 | 1 h 3 minDerzeit ist jede Wahl eine Anti-Establishment-Wahl: gegen die da oben,
die immer schon an der Macht sind, die uns den ganzen Schlamassel
überhaupt erst eingebrockt haben. Von rechts gibt es diese Kritik seit
Jahren. Nun gibt es sie auch von links. Keine gute Zeit für Parteien der
Mitte – weder in Deutschland noch sonst wo im Westen.
In der aktuellen Folge des Wahlkreis-Podcasts gehen unsere Hosts Lisa
Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch der Frage nach, wer das
Establishment eigentlich ist, warum man sich dort in bestimmten Dingen
lange so einig war und wie es dazu kommen konnte, dass plötzlich alle
dagegen sind. Aber es gibt auch Hoffnung für die Gescholtenen:
Mitte-Politiker in den USA und im Vereinigten Königreich gehen neue
Wege.
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.- Wer mit dem Zug von Berlin über Hannover nach Nordrhein-Westfalen reisen
will, muss in den nächsten 14 Monaten deutlich mehr Zeit einplanen. Denn
im Rahmen der sogenannten Generalsanierung erneuert die Deutsche Bahn
die ICE-Strecke zwischen Hannover und Berlin. Die Idee dahinter: Während
der Vollsperrung erledigt die Bahn alle notwendigen Bauarbeiten auf
einmal. Dafür haben die Reisenden zumindest auf dieser Strecke danach
für ein paar Jahre Ruhe. Ist das marode Schienennetz erst mal saniert,
verbessern sich auch die Pünktlichkeitswerte, so das Kalkül der Bahn.
Doch auch auf den Strecken, die bereits generalsaniert sind, gibt es
Kritik an weiterhin unpünktlichen Zügen. Und auch der Zeitplan des
Gesamtprojekts hat sich als zu ehrgeizig erwiesen, weshalb die Bahn
ihn anpassen musste. Statt bis 2031 wird sich die Generalsanierung bis
in die Mitte der Dreißigerjahre hinziehen. Warum es auch nach der
Sanierung noch nicht überall pünktlich läuft und was Hoffnung für die
Zukunft macht, erklärt Jonas Schulze Pals aus dem Wirtschaftsressort der
ZEIT.
Endet in Serbien an diesem Wochenende die Ära Vučić? Oder sichert sich
der autokratische Ex-Präsident ein weiteres Mal die Macht? Bei der
Parlamentswahl am Sonntag fordert ausgerechnet eine studentische Liste
die sogenannte Fortschrittspartei von Vučić, die Serbien seit 14 Jahren
regiert, erstmals ernsthaft heraus. Schon seit zwei Jahren protestiert
die oppositionelle Studentenbewegung gegen Korruption und
Machtmissbrauch der serbischen Regierung. Auslöser war der Einsturz
eines Bahnhofsvordachs in der Stadt Novi Sad im November 2024. Die
Katastrophe, bei der 16 Menschen getötet wurden, ist bis heute nicht
aufgeklärt und hat in Serbien zu den größten Protesten seit dem Zerfall
Jugoslawiens geführt. Wie die Protestbewegung die Wahl gewinnen und wie
sie ihr Land verändern will, erklärt die freie Journalistin Lucia
Steinwender. Sie beobachtet die Proteste und die Wahl in der serbischen
Hauptstadt.
Und sonst so? Das Schönste am Herbst
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Anneke Rietkerken
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Deutsche Bahn: So wird die Bahn zur Zumutung
Philipp Nagl: Die Bahn saniert. Danach sind Züge immer noch unpünktlich.
Warum?
Schienensanierung: Bahn saniert bis 2031 deutlich weniger Kernstrecken
Unglück: Weitere Tote nach Einsturz von Bahnhofsvordach in Serbien
Proteste in Serbien: Von der Uni auf die Straße – ins Parlament?
Serbien: Der Autokrat kämpft ums Überleben
Serbien: Zehntausende protestieren in Belgrad gegen serbische Regierung
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will das
Westjordanland vollständig abriegeln. Dazu sollen Kontrollpunkte rund um
die Stadt Hebron und im restlichen Westjordanland geschlossen werden.
Die Ankündigung folgt auf einen Schusswaffenangriff mit fünf Verletzten
in der Nähe von Hebron. ZEIT-Auslandsredakteurin Lea Frehse berichtet in
dieser Folge aus dem Westjordanland.
Außenminister Johann Wadephul will bei einem diplomatischen Treffen in
Istanbul über die Huthi-Miliz und die Lage in der Straße von Hormus
beraten. Ab Freitag treffen sich die Außenminister der beiden Länder
gemeinsam mit Amtskollegen aus Saudi-Arabien, Pakistan, Ägypten,
Frankreich, Großbritannien und Italien. Was das Treffen bewirken kann
und ob das Format langfristig bleibt, ordnet Alice Bota,
Politikredakteurin der ZEIT, ein.
Außerdem im Update: Beim CSU-Parteitag in München wird diskutiert, ob
Ilse Aigner ihren Posten als bayerische Landtagspräsidentin aufgibt und
Kandidatin für das Bundespräsidentenamt werden soll. Benedikt Becker,
Politikredakteur der ZEIT, berichtet, worüber die CSU noch sprechen
wird.
Und sonst so? Der Giftnotruf rettet Leben – und Urlaube
Moderation und Produktion: Imre Balzer
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Lena Herrmann
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Weitere Links:
Außenministertreffen in Istanbul: Wadephul will bei Außenministertreffen
über freie Schifffahrt beraten
Häfen der Emirate: Sie bauen die Umgehungsstraße von Hormus
Huthi-Angriff auf Riad: Mit Geschossen gegen eine Idee
Saudi-Arabien: Warum Saudi-Arabien so wehrlos wirkt
Heidi Levine: »Ich habe jeden Tritt gespürt«
Combatants for Peace: »Wenn wir das nicht schaffen, wird es uns am Ende
umbringen«
Westjordanland: Netanjahu kündigt »vollständige Abriegelung« des
Westjordanlands an
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Gebäude stehen in Flammen, Geschäfte werden geplündert und die Polizei
versprüht Tränengas: Seit Wochen gehen Bilder und Videos der Proteste in
Frankreich um die Welt. Die französische Jugend protestiert für massive
Veränderungen im Schulsystem. Doch auch in anderen europäischen Ländern
gehen junge Leute vermehrt auf die Straße, um ihrem Frust über
Lehrermangel, Wohnungsnot, Wehrpflicht und Co. Gehör zu verschaffen.
Wieso ist der Protestdrang unter jungen Menschen momentan so stark? Und
wie unterscheidet sich die Protestkultur der verschiedenen Länder?
Darüber sprechen wir mit Protestforscherin Nina-Kathrin Wienkoop.
In Fällen von sehr schwerer Krankheit, besteht für Menschen in
Deutschland die Möglichkeit, den assistierten Suizid in Anspruch
zunehmen. Dafür können sich Betroffene an Sterbehilfeorganisationen
wenden. In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Anfragen stetig
gestiegen. Aufseiten der Ärzte und des medizinischen Fachpersonals gab
es bislang Unsicherheiten im Umgang mit Betroffenen. Nun haben sich mehr
als 30 medizinische Fachgesellschaften zusammengeschlossen und gemeinsam
Handlungsempfehlungen erarbeitet. Die Leitlinien sind gestern
vorgestellt worden. Was steht darin? Anaïs Kaluza, aus dem
Gesundheitsressort der ZEIT, gibt uns einen Überblick über den aktuellen
Stand.
Und sonst so? Unternehmer gründen KI-Literaturpreis
Moderation und Produktion: Elise Landschek
Redaktion: Constanze Kainz, Philip-Johann Moser, Fabian Scheler
Mitarbeit: Mathias Peer, Emilia Portwich
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Weitere Links zur Folge:
Proteste in Europa: Diesen jungen Menschen reicht’s
Generationenkonflikt in Europa: Wenn die Geduld zu Ende geht
Proteste in Frankreich: Frankreichs Premier verurteilt »entsetzliches
Ausmaß an Gewalt«
Assistierter Suizid: Ist das der freie Wille?
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Die Webseite der Berliner Charité, die der Polizei in Thüringen oder der
S-Bahn in der Hauptstadt – nur ein paar Beispiele von Internetseiten,
die gestern vorsorglich vom Netz genommen wurden. Hintergrund ist die
Sicherheitslücke in der weitverbreiteten Programmiersprache PHP, die als
technisches Fundament für einen Großteil aller weltweiten Webseiten
dient. Ganze Volkswirtschaften hängen davon ab, dass PHP läuft. Im
Podcast erklärt Lisa Hegemann – sie leitet das Digitalressort bei der
ZEIT –, wie es zu der Schwachstelle kam, die am gestrigen Mittwoch
öffentlich gemacht wurde, und welche Rolle KI in dem Fall gespielt hat.
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will Regierungen mit
Beteiligung der AfD oder der Linken kein Geld über den
Länderfinanzausgleich geben. In seinen Worten: Die von ihm ins Spiel
gebrachte sogenannte Extremismusklausel würde »besagen, dass Länder, die
extremistisch regiert werden, nicht von den Geberländern unterstützt
werden«. Während andere Ministerpräsidenten ihm klar widersprechen,
beantwortet der Politik-Ressortleiter Heinrich Wefing im Podcast die
Frage, ob eine solche Klausel rechtlich überhaupt möglich ist.
Außerdem im Update: Ermittler haben einen Ukrainer festgenommen, der
militärische Informationen für Russland gesammelt haben soll. Er soll
Kontakte in die Rüstungsindustrie gehabt haben.
Und sonst so? Achtung, Rote Bete!
Moderation und Produktion: Mounia Meiborg
Redaktion: Fabian Scheler, Philip Moser
Mitarbeit: Constanze Kainz
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