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  • Was jetzt?

    Europa und der Iran: Spaniens Regierung ist sauer auf Merz

    11/03/2026 | 12 min
    Anfang März hat Spanien dem US-Militär untersagt, seine Stützpunkte für
    Missionen im Zusammenhang mit Angriffen auf den Iran zu nutzen. Der
    spanische Premierminister Pedro Sánchez verurteilte die Angriffe der USA
    und Israels als rücksichtslos und illegal. US-Präsident Donald Trump
    reagierte mit scharfer Kritik und drohte Spanien mit einem vollständigen
    US-Handelsembargo. In Anwesenheit des deutschen Bundeskanzlers Friedrich
    Merz bezeichnete er Spaniens Vorgehen als schrecklich. In der
    Europäischen Union gibt es unterschiedliche Reaktionen: Während Sánchez
    die Angriffe deutlich verurteilt, äußern sich EU-Kommissionspräsidentin
    Ursula von der Leyen und Außenbeauftragte Kaja Kallas zurückhaltender.
    Warum ist die Europäische Union im Umgang mit dem Irankrieg so uneinig?
    Ulrich Ladurner, Auslandskorrespondent der ZEIT in Rom, erklärt im
    Podcast, welche Positionen die einzelnen Mitgliedsstaaten vertreten und
    warum Spanien in seiner Kritik weiter geht als der Rest der EU.

    In Chile wird der rechtsextreme Politiker José Antonio Kast als
    Präsident vereidigt. Der Gründer der Republikanischen Partei gewann die
    Stichwahl um das Präsidentenamt am 14. Dezember mit rund 59 Prozent der
    Stimmen. Kast ist der zehnte Sohn eines ehemaligen Wehrmachtsoffiziers
    aus Bayern, der früher NSDAP-Mitglied war. Wie Kast selbst waren mehrere
    seiner Geschwister Abgeordnete oder Senatoren. Einer seiner Brüder war
    unter der Diktatur von Augusto Pinochet Präsident der chilenischen
    Zentralbank. US-Außenminister Marco Rubio gratulierte Kast zu seinem
    Sieg und versprach eine enge Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit
    und Handel. Kritik äußerte dagegen Kolumbiens linker Präsident Gustavo
    Petro, der sagte, er werde „niemals einem Nazi die Hand reichen“. Was
    hat José Antonio Kast als Präsident vor? Sophia Boddenberg, Autorin der
    ZEIT, ordnet im Podcast ein, wofür Kast politisch steht und was seine
    beginnende Präsidentschaft für die Aufarbeitung der Verbrechen unter der
    Diktatur Pinochets bedeuten könnte.

     

    Und sonst so? Warum Frühjahrsmüdigkeit nur ein Mythos ist.

     

    Moderation und Produktion: Azadê Peşmen

    Redaktion: Philip-Johann Moser

    Mitarbeit: Lisa Pausch, Konstantin Hadži-Vuković

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]

    Weitere Links zur Folge:

    Irankrieg: Spanien widerspricht den USA bei Streit über Nutzung von
    Stützpunkt

    Liveblog: Irankrieg

    José Antonio Kast: Wer ist Chiles neuer, ultrarechter Präsident?

    Präsidentschaftswahl in Chile: Die Macht der Angst

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  • Was jetzt?

    Update: Der legendäre Tag am Ölmarkt

    10/03/2026 | 11 min
    Am Montag kletterte der Ölpreis noch auf ein neues Hoch, am Dienstag
    fiel er drastisch: Statt rund 120 Dollar kostet ein Fass Öl nur noch
    rund 90 Dollar. Offenbar genügte ein einziger Satz von US-Präsident
    Donald Trump, um die Märkte zu bewegen. Dem Sender CBS sagte Trump, der
    Krieg gegen den Iran verlaufe "weit vor dem Zeitplan". Aber sind an den
    sinkenden Preisen wirklich Trumps Worte schuld? Diese und weitere Fragen
    beantwortet Heike Buchter, US-Korrespondentin der ZEIT.

    Die Gewinne von VW, Europas größtem Autobauer, haben sich im vergangenen
    Jahr halbiert. Besonders Porsche schwächelt. Die Zollpolitik von
    US-Präsident Donald Trump verschärft die Lage zusätzlich. In diesem Jahr
    will der Konzern wieder wachsen. Warum die Gewinne so stark eingebrochen
    sind – und warum die Aktionäre das offenbar gelassen sehen, erklärt
    Zacharias Zacharakis, Wirtschaftsredakteur der ZEIT.

    Der Deutsche Buchhandlungspreis wird in diesem Jahr nicht öffentlich
    verliehen. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat die Verleihung auf
    der Leipziger Buchmesse abgesagt. Weimer steht in der Kritik, seit er
    drei Buchhandlungen mit Verweis auf "verfassungsschutzrelevante
    Erkenntnisse" von der Nominiertenliste gestrichen hat. Die Debatte drohe
    den eigentlichen Sinn zunehmend zu überlagern, begründete ein Sprecher
    des Ministers die Entscheidung.

    Und sonst so? Tokio – die vermutlich beste Stadt, um sein Geld zu
    verlieren.

    Moderation und Produktion: Fabian Scheler

    Redaktion: Philip-Johann Moser

    Mitarbeit: Benjamin Probst

    Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
    Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].

    Weitere Links zur Folge:

    Spritpreis: "Das ist mir auch ein Rätsel, warum da noch jemand tankt"

    Ölpreis: So verletzlich ist die deutsche Wirtschaft

    Volkswagen: VW ist ganz bei sich

    Deutscher Buchhandlungspreis: Waren diese Läden zu links?

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  • Was jetzt?

    "Für viele ist die SPD die langweiligste Partei"

    10/03/2026 | 12 min
    Die SPD hat den Einzug in den Landtag in Baden-Württemberg mit rund 5,5
    Prozent knapp geschafft. Dass sie inzwischen sogar darum bangen muss, in
    einen westdeutschen Landtag einzuziehen, zeigt, wie tief die Krise der
    Partei ist. Trotz Regierungsbeteiligung und bekannten Gesichtern auf
    Bundesebene kann die Partei bei Wahlen immer weniger Menschen
    überzeugen. Woran das liegt, wird unterschiedlich bewertet: Die SPD sei
    zu stark nach rechts gegangen, sagen die einen, die Partei setze zu
    stark auf Linkskurs, die anderen. Peter Dausend, Hauptstadtredakteur der
    ZEIT, sieht den Grund woanders. Die SPD sei vom ewigen Regieren
    erschöpft, sagt er, und sie sei für viele Menschen im Land im Moment die
    langweiligste Partei. Welche Lehren die Partei aus der Wahl in
    Baden-Württemberg ziehen kann, erklärt er bei Was jetzt?.

    Eine Entführung in Venezuela, Krieg gegen den Iran – und vielleicht bald
    ein Angriff auf Kuba durch die USA? Das fürchten zumindest viele
    Kubanerinnen und Kubaner. Durch die Blockade der USA ist Kuba schon
    lange von weiten Teilen der Welt abgeschnitten. Seit dem Sturz des
    venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro ist auch noch die letzte
    ausländische Ölquelle des Landes in der Hand der USA. Kuba steckt in
    einer Energiekrise, Sprit ist teuer, Busse fahren nicht mehr, und
    Traktoren stehen still, sodass die Lebensmittelproduktion beeinträchtigt
    ist. Rund 70 Prozent der Kubanerinnen und Kubaner sollen inzwischen auf
    mindestens eine Mahlzeit am Tag verzichten. Alexander Kauschanski,
    Auslandsredakteur der ZEIT, steht seit Wochen in Kontakt mit Menschen
    auf der Insel. Im Podcast berichtet er, wie die Menschen mit der Krise
    umgehen, und schätzt ein, für wie realistisch er eine baldige
    US-Intervention gegen Kuba hält.

    Und sonst so? Ein Bürgermeister tritt nicht mehr an und gewinnt trotzdem
    die Wahl.

    Moderation und Produktion: Moses Fendel

    Redaktion: Hannah Grünewald

    Mitarbeit: Lisa Pausch, Benjamin Probst

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]

    Weitere Links zur Folge:

    SPD: Das muss doch Folgen haben. Oder?

    Baden-Württemberg: CDU greift Grüne und Özdemir hart an – Palmer will
    vermitteln.

    Markus Söder: Doch wieder ein Grüner nebenan.

    Baden-Württemberg: Populismus verliert.

    Kuba: Donald Trump führt angeblich Gespräche mit Kuba über ein Abkommen.

    Kuba: In Kuba wächst die Angst vor einem Angriff der USA.

     

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  • Was jetzt?

    Update: Ölpreis – Droht der Weltwirtschaft der nächste Schock?

    09/03/2026 | 10 min
    Der Preis von Rohöl ist auf den höchsten Stand seit vier Jahren
    gestiegen. Ursache ist der Krieg Israels und der USA gegen den Iran.
    Seit zwei Wochen beschießen die Parteien sich mit Raketen. Der Iran
    versperrt außerdem die Straße von Hormus. Durch die Meerenge im Norden
    der arabischen Halbinsel werden etwa 20 Prozent des weltweiten Rohöls
    verschifft, das fehlt jetzt auf den Weltmärkten. Die Aktienmärkte
    reagierten besonders in Asien mit sinkenden Kursen. Bleiben die Preise
    für die gesamte Dauer des Krieges so hoch? Und was bedeutet das für die
    Wirtschaft? Diese und weitere Fragen beantwortet Roman Pletter,
    Wirtschaftsredakteur der ZEIT.

    Der Iran hat ein neues Staatsoberhaupt. Der sogenannte Expertenrat
    wählte am Montag Modschtaba Chamenei zum neuen Obersten Führer der
    Islamischen Republik. Er ist der Sohn von Ayatollah Ali Chamenei und
    gilt als Hardliner. Wie einig ist die iranische Führung nach dem Wechsel
    an der Spitze? Omid Rezaee, Iranexperte bei der ZEIT, gibt eine
    Einschätzung.

    Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg durften erstmals auch
    16-Jährige abstimmen. Die jungen Wählerinnen und Wähler bis 24 Jahre
    haben anders als die Gesamtbevölkerung gewählt. Während die CDU deutlich
    schlechter abschneidet, steht die Linke bei den Jüngeren fast zehn
    Prozent besser da. Wieso die Erstwählerinnen und Erstwähler so anders
    abgestimmt haben und was sie zu dem finalen Gesamtergebnis sagen? Eva
    Ricarda Lautsch, Politikredakteurin der ZEIT, hat sich in
    Baden-Württemberg umgehört.

    Und sonst so? Wahl verloren – Kopfhaar verloren: Die
    FDP-Spitzenkandidatin im Ländle will sich den Kopf rasieren.

    Ihre absurdesten, krassesten oder erfreulichsten Erfahrungen bei der
    Wohnungssuche können Sie uns per Mail an [email protected] oder einfach
    per Sprachnachricht, Whatsapp, Signal oder Telegram senden an +49 152
    581 816 15. Vielen Dank!

    Moderation und Produktion: Azadê Peşmen

    Redaktion: Hannah Grünewald

    Mitarbeit: Benjamin Probst

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    Weitere Links zur Folge:

    Benzinpreise in Deutschland: So viel kostet Sprit in Ihrer Region im
    Vergleich

    Modschtaba Chamenei: Wird dieser Mann der nächste iranische Führer?

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  • Was jetzt?

    "Für Merz und seine Koalition ist das Ergebnis eine Belastung"

    09/03/2026 | 13 min
    In Baden-Württemberg haben die Menschen einen neuen Landtag gewählt.
    Laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis liegen die Grünen mit ihrem
    Spitzenkandidaten Cem Özdemir knapp vor der CDU mit ihrem Kandidaten
    Manuel Hagel – 30,2 Prozent für die Grünen, rund 29,7 Prozent für die
    CDU. Die AfD erreicht den dritten Platz mit 18,8 Prozent, während die
    SPD mit 5,5 Prozent das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte einfuhr.
    FDP und Linke scheiterten an der Fünf-Prozent-Hürde. Besonders
    auffällig: Gewonnen hat ein bekannter Politiker, der sich im Wahlkampf
    bewusst von seiner Partei distanziert und stark auf seine persönliche
    Popularität gesetzt hat. Baden-Württemberg wird seit 2011 von den Grünen
    regiert, zuletzt in einer Koalition mit der CDU unter Ministerpräsident
    Winfried Kretschmann, der zu dieser Wahl nicht mehr angetreten ist.
    Welche politischen Folgen das Wahlergebnis für die Arbeit der
    schwarz-roten Koalition auf Bundesebene haben könnte, ordnet Fabian
    Reinbold, politischer Korrespondent der ZEIT, im Podcast ein.

    In der Türkei beginnt der Hauptprozess gegen den ehemaligen Istanbuler
    Bürgermeister Ekrem İmamoğlu, einen der wichtigsten politischen Gegner
    von Präsident Recep Tayyip Erdoğan. Die Staatsanwaltschaft fordert bis
    zu 2.430 Jahre Haft für den Oppositionspolitiker. Die Anklage wirft
    İmamoğlu unter anderem die Gründung und Leitung einer kriminellen
    Vereinigung sowie Bestechung und Geldwäsche vor. Kritiker sehen darin
    vor allem den Versuch, einen populären Rivalen politisch auszuschalten:
    İmamoğlu galt als einer der wenigen Oppositionspolitiker, die Erdoğan
    bei künftigen Präsidentschaftswahlen gefährlich werden könnten. Seit
    seiner Festnahme im März 2025 sitzt er im Gefängnis von Silivri bei
    Istanbul. Für die türkische Gesellschaft ist der Prozessbeginn kein
    großes Thema. Das liegt unter anderem daran, dass die Aufmerksamkeit der
    Menschen im Land gerade hauptsächlich auf den Krieg im Iran gerichtet
    ist. Erst vor wenigen Tagen hat die Nato-Luftabwehr eine vom Iran
    abgefeuerte ballistische Rakete abgefangen. Marion Sendker berichtet für
    DIE ZEIT aus der Türkei. Im Podcast erklärt sie, wie groß die Chancen
    sind, dass İmamoğlu zu Lebzeiten aus dem Gefängnis kommt. Außerdem
    analysiert sie die Gefahr, dass die Türkei als Nato-Mitglied in einen
    Krieg hineingezogen werden könnte.

    Und sonst so? Wenn Fußballfans dem Videoschiedsrichter den Stecker
    ziehen.

     

    Moderation und Produktion: Moses Fendel

    Mitarbeit: Lisa Pausch, Konstantin Hadži-Vuković

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]

    Und hier noch der angekündigte Link zur "Alles gesagt?"-Folge mit Cem
    Özdemir

     

    Weitere Links zur Folge:

    Landtagswahl in Baden-Württemberg: Die Ergebnisse aus allen Wahlkreisen
    live

    Wahlergebnisse in Baden-Württemberg: Das war die Wahl, die Merz nicht
    hätte verlieren dürfen

    Baden-Württemberg: Es ist der Sieg des Cem Özdemir – aber nicht der
    Grünen

    Türkei: Die einen am Tisch, die anderen im Knast

    Türkische Opposition: Lieber nicht mehr mit Erdoğan anlegen

    Krieg im Iran: Nato fängt Rakete aus dem Iran ab

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