2027 episodios
- Als Friedrich Merz vor anderthalb Jahren Bundeskanzler wurde, setzten
viele deutsche Unternehmen Hoffnungen in den CDU-Chef. Die Wirtschaft
entfesseln und eine »Wirtschaftswende« einleiten, das wollte er gleich
zu Beginn seiner Kanzlerschaft. Man vermutete bei ihm
Wirtschaftskompetenz. Inzwischen ist das Verhältnis zwischen Kanzler und
Unternehmen abgekühlt – unter anderem aus Enttäuschung, dass die
angekündigten Sozialreformen nicht im versprochenen Tempo umgesetzt
werden. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage sind mehr als 90 Prozent der
Arbeitgeber wenig bis gar nicht zufrieden mit der Wirtschafts- und
Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung. Beim Arbeitgebertag diese Woche
forderte Verbandspräsident Rainer Dulger den Kanzler auf, die geplanten
Reformen endlich umzusetzen. Nur ein Indiz dafür, wie angespannt das
Verhältnis zueinander ist. Wie kam es zu der Entfremdung zwischen
Wirtschaft und Kanzler – und wie ließe es sich wieder kitten? Jens
Tönnesmann, Chefredakteur von ZEIT für Unternehmer und
Wirtschaftsredakteur, hat mit vielen Unternehmern im Land gesprochen und
skizziert im Podcast, was sie Merz vorwerfen.
Bisher standen bei der geplanten Gesundheitsreform der Bundesregierung
vor allem Einsparungen im Vordergrund. Denn die Kassenbeiträge sollen
2027 stabil bleiben. Doch eine Verbesserung für gesetzlich versicherte
Frauen ist ebenfalls vorgesehen. Sie können jetzt bereits ab 45 Jahren
alle zwei Jahre eine Mammografie zur Brustkrebs-Früherkennung in
Anspruch nehmen. Was Frauen jetzt wissen müssen, erklärt Nora
Burgard-Arp, Autorin im Gesundheitsressort der ZEIT.
Und sonst so? War früher wirklich alles günstiger?
Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Redaktion: Ole Pflüger, Rita Lauter
Mitarbeit: Emilia Portwich, Christina Felschen
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Friedrich Merz: Und der Saal schweigt zurück
Deutscher Arbeitgebertag: Die Wut der Arbeitgeber
Beitragsschätzung für 2027: Die Beiträge bleiben stabil, nun geht die
Arbeit richtig los
Brustkrebs-Früherkennung: »Abtasten ist keine Früherkennung«
Radiologie: Mit KI den Brustkrebs besser erkennen
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Moderne Kriegsführung ist längst auch vom Internet abhängig. Gerade die
Ukraine ist bei der Verteidigung gegen Russland auf das
Satelliteninternet von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX
angewiesen. Doch zuletzt soll die Verbindung zu ukrainischen Drohnen
zeitweise abgebrochen sein. Gleichzeitig berichtet die Ukraine, dass
wichtige Geheimdienstinformationen von den USA bei russischen Angriffen
ausgeblieben seien. US-Präsident Donald Trump bestreitet, dass sich an
der Zusammenarbeit etwas geändert habe. Was bedeuten die jüngsten
Entwicklungen für die ohnehin angespannte Allianz zwischen beiden
Ländern? Und setzt Trump die Ukraine etwa gezielt unter Druck? Das
ordnet ZEIT-Korrespondent Jörg Lau ein.
Personalausweis, Führerschein oder Zeugnisse direkt auf dem Smartphone:
Das soll ab Anfang kommenden Jahres mit der sogenannten EUDI-Wallet
möglich sein. Die digitale Brieftasche soll europaweit funktionieren und
es ermöglichen, sich online auszuweisen, Verträge abzuschließen oder ein
Bankkonto zu eröffnen. Auch Behördengänge könnten dadurch künftig
einfacher werden oder ganz wegfallen. Der Bundestag hat heute das Gesetz
beschlossen, das die rechtlichen Grundlagen für die Einführung in
Deutschland schafft. Allerdings gibt es auch Kritik, vor allem beim
Datenschutz und der IT‑Sicherheit. Zudem werden zum Start
voraussichtlich noch nicht alle Funktionen verfügbar sein. Welche
Probleme es noch gibt und wie sicher die digitale Brieftasche ist,
erklärt Eva Wolfanger aus dem Digitalressort der ZEIT.
Außerdem: Der Bundestag hat die Immunität des niedersächsischen
SPD-Abgeordneten Adis Ahmetovic aufgehoben. Im Zusammenhang mit
Ermittlungen rund um den Verkauf eines Klinikgeländes bei Hannover
wurden sein Bundestagsbüro und drei Wohnungen durchsucht. Ahmetovic wird
unter anderem Beihilfe zu wettbewerbsbeschränkenden Absprachen
vorgeworfen. Er weist die Vorwürfe zurück.
Und sonst so: Alkoholverbot an den Bahnhöfen
Moderation und Produktion: Philipp Moser
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Emma Möllenbrock, Emilia Portwich
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Anfang 2025 hat der damalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz für eine
verschärfte Migrationspolitik eine Mehrheit mit der AfD in Kauf
genommen. Merz bedauerte im Nachgang, wie diese Mehrheit zustande
gekommen war. Was passiert mit der demokratischen Mitte, wenn sich eine
konservative Partei nach rechts außen öffnet? Diese Frage drängt sich
aktuell wieder auf. Mittlerweile kann die Politikwissenschaft ableiten:
Merz’ Abstimmung mit der AfD hat nicht nur der Union geschadet. Wer
dagegen profitiert und was die Parteien der demokratischen Mitte aus
Studien lernen können, erklärt Benedikt Becker aus dem Politikressort
der ZEIT.
Die Staats- und Regierungschefs der EU beraten in Brüssel über den
Haushalt für die Jahre 2028 bis 2034. Ursula von der Leyen schlägt ein
Budget von 1,98 Billionen Euro vor. Das Geld will von der Leyen durch
höhere Mitgliedsbeiträge der EU‑Staaten sowie Steuern und Abgaben von
den Ländern auftreiben. Bundeskanzler Friedrich Merz lehnt eine Erhöhung
ab und fordert gemeinsam mit fünf weiteren Ländern Einsparungen sowie
andere Prioritäten bei den Ausgaben. Wer sich am Ende durchsetzen
könnte, ordnet Petra Pinzler, Redakteurin im Politikressort der ZEIT,
ein.
Und sonst so? Täglich Kuchen – ohne schlechtes Gewissen
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Christina Felschen, Celine Yasemin Rolle
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Weitere Links zur Folge:
Abstimmung im Bundestag: Friedrich Merz bedauert Mehrheit mit Stimmen
der AfD
AfD in Sachsen-Anhalt: Die Wahrheit, der wir uns stellen müssen
Verschärfung der Migrationspolitik: Warum Merz’ Abstimmung mit der AfD
nicht nur der Union schadete
Migrationspolitik: Das große Asylchaos
Messerattacke in Aschaffenburg: Er hörte Stimmen im Kopf
EU-Haushalt: Nützt das was – oder kann das weg?
Ursula von der Leyen: Ursula von der Leyen fordert von Europa, sich
völlig neu aufzustellen
Brüssel: EU-Kommission schlägt zwei Billionen Euro Etat für sieben Jahre
vor
Bundestag: Friedrich Merz’ Regierungserklärung zum EU-Gipfel im Video
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Im Landtag von Sachsen-Anhalt haben BSW und AfD gemeinsam gefordert, die
deutsche Unterstützung der Ukraine in Form von Waffenlieferungen und
Geld zu beenden. Die Kompetenzen dafür liegen allerdings beim Bund und
der EU. Was AfD und BSW tatsächlich mit ihrem Antrag erreichen wollten,
analysiert Tilman Steffen aus dem Politikressort der ZEIT.
Die Berliner Grünen wollen mit der Linken nur dann weiter über eine
Koalition beraten, wenn die Partei ihre umstrittene Abgeordnete Vanessa
Emde aus der Fraktion ausschließt. Kritiker werfen Emde vor, nicht zum
Existenzrecht Israels zu stehen. Ob die Sondierung in Berlin damit nun
gescheitert ist oder wie es weitergehen könnte, ordnet Fritz Zimmermann
aus dem Politikressort der ZEIT ein.
Außerdem im Update: Die Bundesregierung hat sich auf eine Zuckersteuer
geeinigt – in abgeschwächter Form. Um die Höhe der Steuer auf
zuckerhaltige Getränke hatte man sich in der Koalition gestritten. Der
Bundestag muss das Gesetz noch beschließen.
Und sonst so? Den Gender-Pay-Gap gibt’s auch bei KI-Assistenten
Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Lena Herrmann
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Weitere Links:
AfD: So stellt sich die AfD eine neue Russlandpolitik vor
Landtag in Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalts Landtag beschließt
AfD-BSW-Antrag zur Ukraine
Rot-Rot-Grün in Berlin: Erst Berlin und jetzt: Die eigene Partei
Regierungsbildung in Berlin: Emdes Fraktionsausschluss war laut Banaszak
Grundlage für Sondierungen
Linke in Berlin: Grüne und SPD unterbrechen Sondierungen mit Linkspartei
in Berlin
Zuckersteuer: Bundesregierung bringt abgeschwächte Zuckersteuer auf den
Weg
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Vor dem Oberlandesgericht Hamburg beginnt der Prozess gegen den Ukrainer
Serhii K. Er soll die Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines im
September 2022 koordiniert haben. Damals wurden drei der vier
Gasleitungen zwischen Russland und Deutschland durch Explosionen
zerstört. Unklar ist bislang, ob die ukrainische Regierung von der
Aktion wusste oder sie sogar in Auftrag gegeben hat. Der ukrainische
Präsident Wolodymyr Selenskyj bestreitet eine offizielle Beteiligung
seines Landes. Welche Folgen der Fall für die Beziehungen zwischen
Deutschland und der Ukraine haben könnte, erklärt Christoph Heinemann,
Redakteur im Politikressort der ZEIT.
Wegen der zunehmenden Trockenheit könnte die Trinkwasserversorgung in
Deutschland in Zukunft schwieriger werden. Deshalb sollen Kläranlagen
künftig das Abwasser gründlicher reinigen. Die EU will darum viele
Kläranlagen zum Nachrüsten verpflichten. Allerdings ist umstritten, wer
dafür bezahlen soll. Nach den EU-Plänen sollen vor allem Hersteller von
Medikamenten und Kosmetikprodukten die Kosten übernehmen. Die
betroffenen Unternehmen halten das für eine zu große finanzielle
Belastung. Auch Polen hat Klage beim Europäischen Gerichtshof
eingereicht. Wann dort mit einer Entscheidung zu rechnen ist, ordnet
ZEIT-Investigativreporter Uwe Ritzer im Podcast ein.
Und sonst so? Hacker legen Kühlregale lahm.
Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Celine Yasemin Rolle
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Weitere Links zur Folge:
Nord-Stream-Anschlag: Sie nannten ihn »James Bond«
Anschlag auf Nord-Stream-Pipelines: Und jetzt?
Seymour Hersh: Sprengsätze aus Überzeugung
Krieg gegen die Ukraine: Wolodymyr Selenskyj bezeichnet russische
Kriegsführung als »Wahnsinn«
Trinkwasserversorgung: Die Verschmutzer wollen nicht zahlen
Kläranlage Dortmund-Deusen: So wird Abwasser nicht nur sauber, sondern
rein
Weltwetterorganisation: Wasserspeicher gehen weltweit zurück
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