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- In dieser Bonus-Ausgabe widmen sich Herr Nullstrom und Herr Raumwelle (diesmal ohne Tobi, der seine Arme laut eigener Aussage lieber abseits der DAW einsetzt) einer absoluten Legende der elektronischen Musikproduktion: der Roland TR-808.
Was 1980 als kostspieliger technischer Kompromiss zur Simulation von akustischen Schlagzeugen begann und anfangs als klanglicher Fehltritt galt, definierte kurz darauf dank Pfandhaus-Verkäufen und kreativer Zweckentfremdung durch junge Produzenten ganze Genres neu. Wir analysieren das analoge Fundament der Maschine und klären, warum die 808 bis heute unsterblich ist.
Themen in dieser Folge:
Die Historie: Die Entwicklung durch Tadao Kikumoto, fehlende Speicherchips und der Weg vom 1300-Dollar-Flop zum Kultobjekt in Hip-Hop, Electro und Synth-Pop (von Afrika Bambaataa bis Phil Collins).
Technik & Architektur: Warum die Kickdrum dank reiner Sinus-Wellen tief in den Magen geht, wieso alternde Quarze für den unverwechselbaren, "unperfekten" Groove sorgen – und worin der klangliche Unterschied zur transientenreicheren TR-909 liegt.
Klangformung im Studio: Warum das rohe Signal aus der Kiste oft unspektakulär klingt und erst durch Layering, Kompression und gezieltes EQing auf den Einzelausgängen seinen massiven Punch entwickelt.
Modernes Gear & Alternativen: Wie man sich das 808-Fundament heute ins Setup holt. Wir diskutieren VST-Plugins (Sonic Charge Microtonic, D16 Nepheton) sowie Hardware-Lösungen und Klone (Roland TR-8S, TR-08, Acidlab Miami, Behringer RD-8 und Arturia DrumBrute Impact).
Inklusive Audio-Demos und einem speziellen musikalischen Tribut an den Vibe der 808. - Nein, das Lektorat hat nicht geschlafen, die Bude schreibt sich in lowercase, also machen wir das hier auch. Übrigens eine Sache, die uns Stefan Colsmann, Produktspezialist bei der Nettetaler Studio-Gear-Manufaktur, im Interview selbst gar nicht erzählt hat (der Hinweis kam erst danach per Mail. Guter Marketingmann!). Dafür reden wir knapp 140 Minuten über andere Dinge; wofür der Mastering-Mensch eigentlich zuständig ist, warum man (dafür?) einen 11'000-€-Kompressor braucht, was es bedeutet, vom Konzept bis zum Knopf alles in-house anzufertigen und was an marktwirtschaftlicher Bedeutung man als kleiner Betrieb in einer unscheinbaren Ecke NRWs eigentlich anstrebt. Ausserdem: Frontplatten, Plugins, Lötstrassen und Videospiele. Viel Spass damit.
- Back to the roots. Bevor wir ein gefühlt gerontokratischer Stammtisch wurden, der über seine ständigen mehr oder minder lebensbedrohlichen Wehwehchen referiert und die Folge dann nie veröffentlicht, waren wir bekanntlich mal eine Sendung übers Musik machen, die Technik und die Leute dahinter, und alles was so dazu gehört. Höchste Zeit da mal wieder anzusetzen – und wie könnte man besser rein starten als mit dem Mann, dessen Arbeit wir – und nicht nur wir – ständig unter den Fingern und in den Ohren haben? Axel Hartmann ist gescheiterter Berufsmusiker und umso erfolgreicherer Industriedesigner, dessen Ideen sich durch die letzten vierzig Jahre Musikgeschichte ziehen – vom der ersten Mikrowelle bis zum neusten Rhodes, vom Startup zum Weltkonzern und von der teuersten Boutique bis zum billigsten Controller. Mit ihm reden wir über seinen Werdegang und seine Arbeit, einige seiner bekanntesten und/oder seltsamsten Kreationen, über Galaxien, Mäuse und Menschen, und über so einiges mehr.
- Jetzt hängen sogar schon die Konsum-Ausgaben auf der Festplatte fest! SCHANDE! Aber na ja, gut Ding will bekanntlich Weile haben und nach der Musikmesse ist vor der Musikmesse (vorausgesetzt die Messe ist noch da, hallo Frankfurt). Irgendwie haben sie zwar geplant, über die NAMM zu reden, aber landen dann doch schnell wieder bei der Apokalypse. Lieblingsgast Henrik ist auch wieder mit von der Partie und gemeinsam stellt man sich nicht nur der eigenen Kaufsucht, sondern auch die ewige Frage über die Nachhaltigkeit und die nachhaltige Frage über die Ewigkeit. Dass die Welt innert knapp 3 Monaten mal wieder ne völlig andere ist, macht dieses ganze Ding ja nur noch poetischer.
- Es ist 2026 (okay, zum Aufnahmezeitpunkt 2025) und wir haben endlich eine Frau im Podcast (schockierte Nerd-Geräusche). Und was für eine! Tunegirl kommuniziert mit den Euroracks, spielt vor 80'000 Leuten und steht mit ihrem Namen und ihrer Musik nicht selten für "DAS Liveset der [Veranstaltung einsetzen]". Mit ihr zusammen reden wir über ihren Werdegang, natürlich über Eurorack, über Drum Machines, Frauen in Männerdomänen, das Fusion-Festival und über Gabba-Beats in der Röhre. Viel Spass
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