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Streitkräfte und Strategien

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Streitkräfte und Strategien
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  • Streitkräfte und Strategien

    Wie 9/11 die Bundeswehr verändert hat

    08/09/2026 | 48 min
    Im heutigen Schwerpunkt geht es um 9/11, die Terroranschläge vom 11. September 2001, die sich in diesen Tagen zum 25. Mal jähren. Und um bislang unbekannte Erkenntnisse gleich zu Beginn der Anti-Terror-Mission in Afghanistan. Der NDR-Autor Christoph Heinzle hat mit einem ehemaligen Soldaten des Kommandos Spezialkräfte, KSK, gesprochen, der in einer Nacht- und Nebelaktion im November 2001 mit einem Kameraden in der Taliban- und Al Kaida-Hochburg Südafghanistan abgesetzt wurde. Um dort auszuloten, wie man den Amerikanern beim Anti-Terrorkampf helfen könnte. Heikel daran war: Niemand wusste von diesem Vorauskommando, auch nicht der Bundestag. Der erst 2 Tage, nachdem die beiden KSK-Männer sich auf den Weg machten, über den Anti-Terror-Einsatz abstimmte. Das beleuchtet Christoph im Gespräch mit Host Kai Küstner ebenso wie die Frage: Ob sich aus 20 Jahren Afghanistan überhaupt Lehren ziehen lassen für die Abschreckung Russlands und den neuen Fokus auf Landes- und Bündnisverteidigung.

    Mit Stefan Niemann analysiert Kai den Besuch der US-Sondergesandten Wittkoff und Kushner in Moskau und Kiew. Es gab keine konkreten Ergebnisse, die Amerikaner machten aber deutlich, dass sie – wie Putin – bei künftigen Verhandlungen die Europäer nicht mit am Tisch haben wollen. Stefan schildert den russischen Drohnenangriff auf das Hauptquartier des ukrainischen Geheimdienstes am vergangenen Freitag mitten in Kiew, der offenbar dem SBU-Chef gegolten hat. Eine Machtdemonstration Moskaus kurz vor den Friedensverhandlungen.

    Im Nahen Osten widersprechen sich die Angaben der Kriegsparteien zur Lage in der Straße von Hormus. Von einer Normalisierung des internationalen Schiffsverkehrs kann keine Rede sein, nur sehr wenige Frachter und Tanker wagen die immer noch gefährliche Durchfahrt. Die anhaltenden Luftschläge der US-Streitkräfte haben die militärischen Möglichkeiten der iranischen Revolutionsgarden allerdings merklich vermindert.

    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Heikle Geheim-Mission - neue Erkenntnisse zum Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan:
    https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/bundeswehr-afghanistan-186.html

    Pearl Harburg - Deutschland nach 9/11:
    https://1.ard.de/Pearl_Harburg
  • Streitkräfte und Strategien

    50 Shades of Krieg (mit Jörg Diehl)

    04/09/2026 | 42 min
    Es bestehen "kaum Zweifel", dass der Anschlagsversuch von Leipzig "für Russland geplant und ausgeführt wurde". Das sagt der Investigativjournalist Jörg Diehl im Gespräch mit Host Kai Küstner. Nachdem die Bundesregierung am Dienstag eindeutig Russland als Verantwortlichen für den Angriff am Flughafen Leipzig Anfang August benannt hatte, gab es zunächst Kritik, sie habe nicht genug Beweise vorgelegt. Doch Recherchen fördern zutage, dass die Ermittler zwei Tatverdächtige mit Verbindungen nach Russland im Visier haben. Auch die Art des Sprengstoffs deute in Richtung Moskau, weil der sich nicht selbst herstellen lasse, erläutert Jörg Diehl, der die Recherche-Kooperation von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung leitet. Er kommt zu dem Schluss: Russland führt einen hybriden Krieg gegen Deutschland. "Und zwar seit vielen Jahren". Der Hackerangriff auf den Deutschen Bundestag liege schon mehr als 10 Jahre zurück. Doch Konsequenzen wurden daraus nicht gezogen. Dass man die Sicherheitsmaßnahmen nicht verbessert habe, räche sich jetzt.
    Stefan Niemann beleuchtet und bewertet Deutschlands "Vergeltungsmaßnahmen", Russlands Reaktionen darauf sowie die Äußerungen von EU und NATO. Das Bündnis rechnet mit weiteren Sabotage-Aktionen Russlands, ungewöhnlich konkret warnt Dänemarks Geheimdienst die Bürger des Landes.
    Die Einwohner Kiews und Odessas erleben eine Woche pausenloser russischer Luftangriffe, die inzwischen auch am helllichten Tag erfolgen und die Zivilbevölkerung zermürben sollen. Vor allem die Abwehr der schnellen jetgetriebenen Shahed-Drohnen stellen die Luftabwehr der Ukraine vor Herausforderungen. Aber auch Russlands Luftraum werde künftig nicht mehr sicher sein, warnte Woldymyr Selenskyj und kündigte an, künftig bis zu 1.000 Drohnen ins Hinterland des Aggressors zu schicken. Erste Airlines streichen ihre Flüge nach Russland und ändern ihre Flugrouten.
    Im Nahen Osten flammt der Krieg zwischen dem Iran und den USA wieder auf. Bei Angriffen auf Stellungen im Südiran ist auch eine Hochzeitsfeier getroffen worden – es gab Tote und Verletzte. Teheran spricht von einer Gräueltat, Washington will den Vorfall untersuchen.

    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

    Weitere Informationen:

    Drohnenangriff Leipzig – zwei Tatverdächtige. Was bisher bekannt ist
    https://www.sueddeutsche.de/politik/leipzig-drohnen-anschlag-sprengstoff-russland-ermittlungen-low-level-agenten-hybrider-krieg-li.3540108

    Brandanschlag bei Rüstungsfirma - auch hier wird Verwicklung Russlands vermutet
    https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/brandanschlag-muenchen-verdacht-geheimdienst-russland-100.html

    Podcast-Tipp: 11KM -der tagesschau-Podcast
    https://www.ardsounds.de/sendung/11km-der-tagesschau-podcast/urn:ard:show:4549910994dc2464/

    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
  • Streitkräfte und Strategien

    Russlands Menschenjagd auf Zivilisten (mit Rebecca Barth)

    01/09/2026 | 43 min
    Vier Wochen liegt der Anschlagsversuch mit Sprengstoffdrohnen am Flughafen Leipzig/Halle zurück. Nun reicht die Beweislage offenbar aus, um einen russischen Geheimdienst als verantwortlich zu benennen. Stunden vor der noch für Dienstag erwarteten Erklärung der Bundesregierung besprechen die Hosts Stefan Niemann und Kai Küstner, mit welchen Maßnahmen Deutschland auf die andauernden Bedrohungen durch Russland reagieren könnte.

    Im Schwerpunkt dieser Folge geht es um Russlands systematische Angriffe auf ukrainische Zivilisten in der Stadt Cherson. Dort harren noch etwa 60.000 Menschen aus obwohl russische Drohnenpiloten von jenseits des Flusses Dnipro aus regelrecht Jagd auf die Bewohner der Stadt machen. In Chatrooms der Angreifer ist zynisch von "Safaris" die Rede - dabei geht es um Kriegsverbrechen. Rebecca Barth hat mit einem Fernsehteam des ARD-Studios Kiew die gefährliche Reise nach Cherson gewagt und schildert Stefan ihre Eindrücke.

    Kai Küstner spricht in der aktuellen Lage darüber, wie Russland versucht, die Ukraine zu einem nicht mehr lebenswerten Land zu machen - durch den Entzug der wirtschaftlichen Grundlagen und die Zerstörung der Infrastruktur. Massive russische Luftangriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen können von der ukrainischen Armee kaum mehr abgefangen werden, weil ihr die Abfangraketen fehlen. Unterdessen darf Russlands Vertreter erstmals seit langem wieder beim Treffen beim Treffen der G20- Finanzminister mit am Tisch sitzen, weil die Amerikaner ihn eingeladen haben. Angeblich steht diese unerwartete Einladung im Zusammenhang mit den Friedensbemühungen von US-Präsident Trump.

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    Ärger über russische Teilnahme an G20-Finanzministertreffen
    https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/g20-finanzminister-treffen-100.html

    Cherson: Menschenjagd mit Drohnen (ARD Morgenmagazin)
    https://1.ard.de/MoMa_Cherson_Menschenjagd_mit_Drohnen

    Drohnen und Sabotage: Wie sicher sind unsere Häfen?
    https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:6b876cba9bf9c30a/

    Podcast-Tipp: "Stabile Zeitenlage"
    https://www.youtube.com/playlist?list=PLkKDSXRppVa6ANMoQbWdwcwm0CMpFdoFF
    https://www.tiktok.com/@tagesschau

    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
  • Streitkräfte und Strategien

    Geheimnisvoller CIA-Besuch in Moskau (mit Sönke Neitzel)

    28/08/2026 | 54 min
    Diese Woche hat der Chef des US-amerikanischen Auslandsgeheimdienstes, Ratcliffe, Moskau besucht. Warum, darüber wird spekuliert. Zeitungen berichten, der CIA-Direktor habe Russland vor einem möglichen Angriff auf die NATO gewarnt. Für den Militärhistoriker Sönke Neitzel ist es zumindest ein Hinweis darauf, dass die westliche Allianz eine Eskalation mit Russland für möglich hält. "Und dass das so öffentlich gemacht wird, (…) ist meines Erachtens schon Teil einer amerikanischen Strategie, die eigentlich für uns ganz positiv ist, weil (…) Trump ja vielfach den Artikel 5, die Beistandsklausel der NATO, infrage gestellt" hat, sagt Neitzel im Interview mit Host Anna Engelke. Im Bündnis werde darüber diskutiert, ob Russlands Machthaber Putin den Krieg gegen die Ukraine weiter eskaliert. Neitzel bewertet im Interview die Aussagen von Bundeskanzler Merz, der Urhebern hybrider Angriffe drohte. Der Militärhistoriker analysiert die geplanten Änderungen am BND-Gesetz und erklärt, dass die Bundeswehr aus seiner Sicht grundlegend reformiert werden muss. Und: Ein halbes Jahr nach Kriegsbeginn im Nahen Osten ordnet Neitzel im Podcast auch die aktuelle Situation ein. Die USA, größte Militärmacht der Welt, stehe "wie ein begossener Pudel da".
    Im Ukraine-Krieg gibt es keine dramatischen Veränderungen an der Front. Stefan Niemann analysiert die Lage im Donezk am Beispiel der Stadt Kramatorsk. Wolodymyr Selenskyj plane, die Truppen in dieser Region neu aufzustellen und zu verstärken. Am Rande der Feierlichkeiten zum ukrainischen Unabhängigkeitstag hat die Koalition der Willigen der Ukraine weitere Unterstützung zugesagt. Künftig dürfen die Marschflugkörper britisch-französischer Bauart (Storm Shadow und Scalp) in der Ukraine produziert werden. Das trägt zur Verschärfung des Streits zwischen Moskau und London bei - unverhohlen droht Russland inzwischen mit Angriffen auf britische Rüstungsunternehmen. Eine Eskalation an der diplomatischen Front.

    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

    Interview mit Militärhistoriker Sönke Neitzel
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3444524.html

    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Podcast-Tipp: Hateland - "Die Schill Show"
    https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:7ae4f72cbe4a75e2/
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    Selenskyj steht doppelt unter Druck (mit Denis Trubetskoy)

    21/08/2026 | 1 h
    Die Nächte für die Menschen in der ukrainischen Hauptstadt sind derzeit besonders zermürbend. Immer wieder greift Russland Kiew mit ballistischen Raketen an, die die Ukraine wegen des Mangels an entsprechenden Waffen nicht abwehren kann. Im Gespräch mit Host Anna Engelke schildert Denis Trubetskoy, wie die Menschen in der Hauptstadt mit der ständigen Bedrohung leben. Auf den schwersten Kriegswinter, sagt der ukrainische Journalist, folgte der schwerste Kriegssommer. Dem kommenden Winter schauen die Menschen mit großer Sorge entgegen, besonders wegen der angeschlagenen Strom- und Wasserversorgung. Doch der Präsident der Ukraine steht nicht nur wegen des russischen Angriffskrieges unter Druck, sondern auch innenpolitisch. Selenskyj befinde sich wegen der Entlassung des Verteidigungsministers Mykhailo Fedorov und der daraus resultierenden Proteste in der größten innenpolitischen Krise, meint Trubetskoy. Mit seiner Forderung nach Neuwahlen habe sich Fedorov aber ins Abseits gestellt. Die Ukrainer blickten mit einer großen Ambivalenz auf die Durchführung von Wahlen mitten im Krieg.

    Die Lage in verschiedenen Frontabschnitten, wo Russlands Truppen trotz teilweise heftiger Gefechte kaum nennenswerte Geländegewinne machen können, schildert Stefan Niemann. Nahezu wehrlos wirkt die ukrainische Luftverteidigung dagegen bei den massiven Angriffen mit Iskander-Raketen und Marschflugkörpern wie zuletzt auf Kiew. Der chronische Mangel an Patriot PAC-3 Abwehrraketen kostet Tag für Tag Menschenleben.
    Die von einem rumänischen F-16 Kampfjet abgeschossene schwimmende Sprengstoffdrohne unweit einer Gasförderplattform am Schwarzen Meer zeigt der NATO, wie leicht ihre Verteidigungsfähigkeit zu testen ist. Bukarest macht Moskau für den gefährlichen Zwischenfall verantwortlich. Russlands Außenminister hatte westliche Länder unlängst gewarnt: wer die Ukraine unterstütze, müsse mit schärferen Maßnahmen rechnen. Zuletzt stellte der Kreml Großbritannien an den Pranger, weil dort hergestellte Drohnen bei ukrainischen Angriffen auf Russland zum Einsatz gekommen sein sollen. Auch im Ostseeraum wachsen die Spannungen. Russland entsandte erneut ein Kriegsschiff vor die Küste Fehmarns, mutmaßlich um seine Schattenflotte zu schützen.
    Ein Blick in den Nahen Osten zeigt, dass auch nach Ablauf der 60-Tage Frist die Beendigung des Iran-Krieges in weiter Ferne liegt. Das Regime in Teheran trotzt allen Drohungen Trumps – der US-Präsident wirkt rat- und planloser denn je.

    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

    Interview mit Denis Trubetskoy
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3431500.html

    Debatte über Neuwahlen in der Ukraine
    https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-debatte-wahlen-100.html

    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Podcast-Tipp: Springerstiefel - Alpha oder Täter?
    https://1.ard.de/springerstiefel_s3?streitkraefte
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Acerca de Streitkräfte und Strategien
Euer Podcast zum Krieg in der Ukraine – auch mit dem Blick auf andere Krisen und Kriege in der Welt. Jeden Dienstag und Freitag ab 16.30 Uhr. Die langjährigen ARD-Korrespondent:innen Anna Engelke, Stefan Niemann, Kai Küstner und Astrid Corall sprechen mit sicherheitspolitischen Expert:innen über die neue Weltordnung und Europas Antwort auf die Machtinteressen der USA, Russlands und Chinas. Fragen und Anregungen zum sicherheitspolitischen Podcast: streitkraefte[at]ndr.de Weitere Interviews und Hintergründe: https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/streitkraefte_und_strategien/index.html
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