Mit Spannung blicken viele in diesen Tagen nach Ankara. Die große Frage beim NATO-Gipfel ist, wie sich der US-Präsident verhält. „Wir sind nur in Trumps Hand“, sagt Jana Puglierin. Die Sicherheitsexpertin und Leiterin des Berliner Büros der Denkfabrik European Council on Foreign Relations schätzt im Gespräch mit Host Stefan Niemann ein, wie es heute um die NATO steht. Sie beleuchtet die Rolle von NATO-Generalsekretär Rutte, der mit dem Umschmeicheln von Trump die Allianz zu retten versucht. Außerdem erklärt sie, was die Europäer seit dem Gipfel im vergangenen Jahr bereits erreicht bzw. welche Probleme sie nach wie vor haben. Die Sicherheitsexpertin verweist auf die Druckmittel, die die Europäer mit Blick auf die USA durchaus haben. „In gewisser Weise würde ich tatsächlich vorschlagen, dass wir im Umgang mit der Trump- Administration anfangen, Trump mit seinen eigenen Methoden zu konfrontieren.“ Puglierin empfiehlt den Europäern sich nicht spalten zu lassen und Einigkeit gegenüber dem US-Präsidenten zu demonstrieren.
Mit welchen Erwartungen Friedrich Merz in die Türkei fährt, berichtet Anna Engelke, die den Bundeskanzler begleitet. Der hofft, bei diesem NATO-Gipfel „einen Geist von Ankara zu wecken“. Vor Ort trifft Merz auch auf den ukrainischen Präsidenten Selenskyj. Sein Land sieht sich derzeit neuem russischen Terror aus der Luft ausgesetzt. Wie häufig vor großen internationalen Treffen versucht Machthaber Putin damit ein Signal der Stärke auszusenden, sagt Kai Küstner. Er erklärt, dass die Ukraine derzeit vor allem mit der Abwehr ballistischer Raketen überfordert ist, da es an Munition für die US-amerikanischen Patriot-Systeme fehlt. Keine einzige der in der Nacht zum Montag auf die Ukraine abgefeuerten 29 ballistischen Raketen konnte abgefangen werden. Selenskyj dürfte die Dringlichkeit der Lieferung von Flugabwehrraketen daher beim Gipfel noch einmal unterstreichen, auch in Deutschland wird darüber diskutiert. Kai berichtet auch über die Lage an der Front, in der besonders die Stadt Kostjantyniwka weiterhin umkämpft ist. Und er blickt auf einen möglichen 20-Milliarden-Euro-Deal, von dem Deutschland und besonders Mecklenburg-Vorpommern profitieren könnten. Beabsichtigt doch Kanada vom deutschen Hersteller TKMS u.a. in Wismar und Kiel produzierte U-Boote zu kaufen.
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Interview mit Jana Puglierin:
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Der deutsch-kanadisch-norwegische U-Boot-Deal:
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