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- Wenn ältere Patienten ins Krankenhaus müssen, kommen sie oft als Pflegefälle wieder nach Hause. Doch es gibt Behandlungsleitlinien, die das verhindern können.
Plötzlich wie dement: Jeder dritte Mensch über 65 erleidet im Krankenhaus eine akute kognitive Funktionsstörung mit extremen Verwirrtheitszuständen. Das so genannte "Delir" ist eins der Hauptrisiken, wenn Ältere in der Klinik nicht fachgerecht behandelt werden. Denn alte Menschen sind als Patient:innen ähnliche Spezialfälle wie Kinder.
Synapsen-Host Korinna Hennig und Medizinjournalistin Daniela Remus haben das beide mit ihren Vätern erlebt. In dieser sehr persönlichen Folge gehen sie der Frage nach, was schieflaufen kann, wenn geriatrische Leitlinien nicht umgesetzt werden. Sie berichten von über 80-jährigen Patienten, die noch zur Quittenernte auf Bäume geklettert sind oder Tischtennis gespielt haben - und nach dem Klinikaufenthalt um ein Haar als Pflegefälle geendet wären.
Es geht um kognitive Funktionsreserven, die Suche der Forschung nach einem Biomarker für das Delir-Risiko, Physiotherapie im Klettergurt - und darum, was das Gesundheitssystem sparen kann, wenn Angehörige mit im Krankenzimmer aufgenommen werden.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN:
Delir: Symptome, Definition und Behandlung
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/delir-symptome-definitionund-behandlung,delir-102.html
Statistische Angaben zur Zahl älterer Patienten im Krankenhaus:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/11/PD25_398_231.html
Betreibbare Betten in deutschen Krankenhäusern: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Krankenhauser/Tabellen/gd-krankenhaeuser-jahre.html
Überblicksstudie zur Häufigkeit von Delir im Krankenhaus:
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0163834320301237
S3-Leitlinie Perioperatives Delir bei älteren Patientinnen und Patienten: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/001-021
Überblicks- und Berichtsdaten des RKI zur Häufigkeit von Multimorbidität bei Menschen ab 65 Jahren: https://www.rki.de/DE/Content/GesundAZ/G/Gesundheit-aelterer-menschen/Gesundheit-aelterer-menschen_node.html
Cornell-Preprint von 2024 zu Delirraten auf Intensivstationen:
https://arxiv.org/abs/2410.17363
PAWEL-Studie: Delirprävention durch ein Multikomponentenprogramm bei älteren chirurgischen Patientinnen und Patienten:
https://www.umg.eu/forschung/klinische-studien/projekt-pawel/
Schätzungen zur Mangelernährung bei Krankenhausaufnahme:
https://www.aerzteblatt.de/news/mangelernaehrung-im-krankenhaus-etwa-55000-vermeidbare-todesfaelle-a2ea8292-8741-40b1-918a-db51a3be287f
Alle weiteren Quellen findet ihr im Artikel zur Folge auf der Synapsenseite:
https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.html
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Hier geht's zu ARD Gesund: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit - Krankenhäuser und Arztpraxen in Deutschland sind zu wenig vorbereitet auf Hitzewellen. Doch Klimamanagerinnen und Forschende wissen, was zu tun ist.
Hitzewellen sind ein Gesundheitsrisiko, besonders in Regionen mit überalterter Bevölkerung. Doch was viele nicht wissen: Manche Medikamente wirken auch anders, wenn es heiß ist. Sie werden langsamer abgebaut oder verhindern, dass der Körper Hitze gut kompensieren kann.
Welche das zum Beispiel sind und wo man das nachlesen kann, berichtet die Medizinjournalistin Silke Jäger. Sie hat recherchiert, was der Klimawandel für Patient:innen, Krankenhäuser und Arztpraxen bedeutet.
Im Gespräch mit Host Korinna Hennig erklärt sie, warum es für Kliniken oft so schwierig ist, gegen überhitzte Krankenzimmer vorzugehen und Patienten in Hitzewellen zuhause versterben. Silke lässt Klimamanagerinnen und Ärztinnen zu Wort kommen, erläutert, wie reflektierende Farben und so genannte "Infozepte" helfen können - und was die Zahl der Kartoffeln auf dem Patiententeller mit all dem zu tun hat.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Heidelberger Hitzetabelle zur veränderten Wirkung von Medikamenten:
https://klima-gesund-praxen.de/wp-content/uploads/2022/05/Medikamentenmanagement_bei_Hitzewellen.pdf
Klima-Toolbox für die Arztpraxis:
https://www.gesundheitsnetznuernberg.de/adaptnet-klima-toolbox/
Risikokarten zum Klimawandel von AdaptNet:
https://www.uni-augsburg.de/de/fakultaet/med/profs/klimawandel-gesundheit/forschung/adaptnet/risikokarten/#gesundheit
Gutachten des Sachverständigenrats im Gesundheitswesen. Resilienz im Gesundheitswesen. Wege zur Bewältigung künftiger Krisen:
https://www.svr-gesundheit.de/fileadmin/Gutachten/Gutachten_2023/Gesamtgutachten_ePDF_Final.pdf
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https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit - Warum ist die Diagnose von postinfektiösen Erkrankungen bei Kindern so schwierig? Eine Sonderfolge mit Dr. Daniel Vilser.
Es ist schwer zu sagen, wie viele Kinder und Jugendliche in Deutschland an postinfektiösen Erkrankungen leiden - ausgelöst durch verschiedene Erreger, nicht nur durch Corona.
Schätzungen reichen von 10.000 bis 100.000 Fällen. Das Krankheitsbild ist divers, deshalb sind Diagnose und Therapie nach wie vor schwierig. Obwohl es für Kinder neuerdings ein bundesweites Versorgungsnetzwerk gibt, klagen betroffene Familien weiter über Wartezeiten und Unkenntnis im Gesundheitssystem, und es mangelt an großen Studien.
Was weiß man mittlerweile über die Krankheitsmechanismen? Darüber spricht "Synapsen"-Host Korinna Hennig in dieser Sonderfolge mit Dr. Daniel Vilser, der sich während der Pandemie als einer der ersten mit Long Covid bei Kindern beschäftigt hat. Heute ist er Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am AMEOS-Klinikum in Neuburg und leitet dort eine Ambulanz für Betroffene.
Er schildert die vergebliche Suche nach einem Biomarker und den langen Weg zur Evidenz bei Medikamenten - und erzählt, warum er seinen Patientinnen und Patienten trotz allem Hoffnung machen will.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Versorgungsnetz für Postinfektiöse Erkrankungen bei Kindern in Deutschland:
https://pednet-lc.de/
Daten aus der RECOVER-Studie zu Long Covid bei Kindern und Jugendlichen:
https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2822770
Studie von Daniel Vilser et al. zu Long Covid-Subtypen:
https://www.nature.com/articles/s41467-026-72224-y
Studie zu Risikofaktoren für schweres Post Covid bei jungen Patient:innen:
https://link.springer.com/article/10.1007/s00431-026-06995-3
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https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit - Können kleine Bioreaktoren zur Produktion von "richtigem" Fleisch eine Zukunftsperspektive sein? Neuere Forschung hält das für nachhaltig.
Nur jeder achte Mensch in Deutschland verzichtet ganz oder weitgehend auf Fleisch. Und gerade das Methan, das Rinder ausstoßen, gilt als Treiber des Klimawandels - vom Tierleid ganz abgesehen. Doch Kochen mit Fleisch ist auch ein kultureller Faktor.
Wissenschaftsjournalistin Sigrid März stellt einen ungewöhnlichen Lösungsansatz jenseits pflanzlicher Alternativen vor: Auf einem Bauernhof in den Niederlanden steht ein kleiner Bioreaktor, mit dem "echtes" Fleisch aus tierischen Zellen kultiviert werden soll. Kann das tatsächlich eine Zukunftsperspektive sein?
Im Gespräch mit Host Korinna Hennig erklärt Sigrid, wie das Verfahren funktioniert und welche Vorteile es hat, wenn Zellkulturfleisch vom Hof und nicht aus dem Labor kommt. Sie hat mit Expertinnen aus der Soziologie und der Agrarwissenschaft gesprochen, berichtet über Akzeptanzstudien, Nachhaltigkeitsmodellierungen und komplizierte Zulassungsverfahren. Und: Am Ende gibt es womöglich sogar eine Perspektive für Käseliebhaber: "echte" Kuhmilch aus der Zellkultur.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Analyse aus Kalifornien zur Nachhaltigkeit von Fleisch aus Zellkulturen:
https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acsfoodscitech.4c00281
Niederländische Studie zur Nachhaltigkeit von Fleisch aus Zellkulturen:
https://link.springer.com/article/10.1007/s11367-022-02128-8
Studie zur Akzeptanz von Zellkulturfleisch:
https://www.mdpi.com/2071-1050/17/4/1633
Studie zu Nährstoffgehalt und Potenzialen von kultiviertem Fleisch:
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0924224424005144
Multidimensionales Review zu kultiviertem Fleisch:
https://ift.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/1750-3841.70915
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