Es gibt wohl kaum eine Begegnung in Köln mit dem Priester und Karnevalisten Thomas Frings, bei der er nicht auf seinen Nachnamen angesprochen wird. Sein Großonkel, Kardinal Frings, erlaubte in der Nachkriegszeit, Kohle von Zügen zu stehlen oder Lebensmittel zu "organisieren", um die größte Not zu lindern. "Fringsen" wurde ein geflügeltes Wort, und die Familie des Kardinals steht bis heute für einen besonders rheinischen Katholizismus. Wie er als Priester lebt, was ihm Weihnachten bedeutet und worin die Weisheit des dritten Königs besteht, erzählt Thomas Frings in den Sonntagsfragen. Von Gisela Steinhauer.